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Proteste bosnischer Serben in Banja Luka, Bosnien-Herzegowina. Foto: Dejan Bozic/Archiv

Umstrittener Nationalfeiertag

Bosnische Serben fordern Verfassungsgericht heraus

Der Machkampf zwischen den bosnischen Serben und dem obersten Gericht erschüttert den Balkanstaat bis in die Grundfesten. Nicht wenige befürchten den Anfang vom Ende Bosniens.

Banja Luka (dpa) - Die serbische Minderheit in Bosnien-Herzegowina hat am Sonntag ein Referendum begonnen, um ein Urteil des Verfassungsgerichts zu kippen. Es geht den Serben darum, den nur von ihnen begangenen Nationalfeiertag am 9. Januar beizubehalten.

Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte das ebenso verboten wie auch die Abstimmung. Bei dem verfassungswidrigen Referendum können 1,2 Millionen Wähler in der von Serben kontrollierten Landeshälfte ihre Stimme abgeben. Es wird mit einer nahezu einstimmigen Mehrheit gegen das Gericht gerechnet.

Die USA und die EU hatten vergeblich versucht, die Abstimmung zu verhindern und nicht näher bezeichnete Sanktionen angedroht. Sie sehen das Referendum als Schritt in Richtung der immer wieder angekündigten Abspaltung der Serben von diesem Balkanstaat.

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