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Pegida-Demo in Dresden.

Eklat nach NDR-Interview

Falscher Pegida-Anhänger: RTL-Reporter gefeuert

Berlin - Der Sender RTL trennt sich von einem Reporter, der bei einer „Pegida“-Demonstration in Dresden ein Interview als angeblicher Anhänger der Gruppierung gegeben hat.

Laut RTL sollte der Mann am vergangenen Montag verdeckt auf der „Pegida“-Demo in Dresden recherchieren. Dabei war er von einem TV-Team des NDR-Magazins „Panorama“ befragt worden und hatte islamfeindliche Ansichten geäußert.

Sehen Sie das folgenschwere Interview ab 3:06:

Das Interview war am 18. Dezember gesendet worden. Die ARD schrieb auf ihrer Internetseite, man habe erst nach der Ausstrahlung von der Täuschungsaktion des RTL-Reporters erfahren.

RTL hatte am Samstag schriftlich erklärt, die Aussagen gäben weder seine wirkliche Meinung noch die von RTL wieder. Der Journalist habe gegenüber den NDR-Kollegen drei Möglichkeiten gehabt: „Nichts sagen, sich als Kollege outen - oder in der gespielten Rolle eines Pegida-Anhängers verbleiben. Er entschied sich für Möglichkeit drei - und traf damit die eindeutig falsche Entscheidung.“

„Wir werden den betreffenden Kollegen nicht mehr einsetzen und die Zusammenarbeit mit ihm beenden“, teilte der Chef des RTL-Landesstudios Ost, Thomas Präkelt, am Sonntag mit. Er nannte das Verhalten des Journalisten fatal, das gegenseitige Vertrauen sei zerstört. „Mit seinem Auftreten hat er unserem Berufsstand schwer geschadet.“ Über diese Entscheidung hatte zuvor die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) berichtet.

dpa

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