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Reiserecht

Hier lauern versteckte Zusatzkosten bei Flugbuchungen

Bei vermeintlichen Schnäppchen lauern oft versteckte Kosten für den Verbraucher - das gilt auch für Flugtickets. Denn vor allem Billig-Airlines verlangen für dubiose Leistungen zusätzlich Geld.

Ist das günstige Flugticket erst einmal gebucht, gibt es für manche Reisende ein böses Erwachen. Sie haben nicht damit gerechnet, dass manchen Fluggesellschaften an anderen Stellen abkassieren, und oft nicht zu knapp. Die versteckten Kosten tauchen erst auf, wenn es bereits zu spät ist. 

So kann beispielsweise ein Tippfehler in der Buchung oder Zusatzkosten für den Check-In für den Urlauber am Ende mehr kosten, als man durch das günstige Ticket gespart hat. 

Die Experten von Flightright, einem Portal für Fluggastrechte, haben die fünf dreistesten Fälle von Zusatzkosten bei Flugtickets zusammengestellt.

Vorsicht: Versteckte Kosten bei Flugtickets

Gepäckkosten für Fremd-Airline

Wer sein Ticket beispielsweise bei British Airways bucht, der geht davon aus, dass die Gepäckbestimmungen von British Airways auch für den gebuchten Flug gelten. Doch Vorsicht – das muss nicht sein! Denn teilweise werden Flüge von anderen Fluggesellschaften durchgeführt. Auf einmal gelten die Freigepäckgrenzen einer anderen Airline. Ist dabei weniger Freigepäck zugelassen, müssen Reisende für das Zusatzgepäck bezahlen. Hier hilft nur, schon bei der Buchung das Kleingedruckte zu beachten und sich die Flugnummer genau anzusehen. Das darin enthaltene Kürzel gibt Aufschluss über die durchführende Airline und somit über die geltenden Gepäckbestimmungen.

Zahlen für das Bezahlen

Viele Airlines berechnen für bestimmte Bezahlarten, die sie anbieten, Zusatzkosten. Wer bei Air Berlin zum Beispiel mit der Kreditkarte bezahlen möchte, einer der gängigsten Zahlarten überhaupt, der muss pro Flugticket je nach Flugstrecke zwischen vier und 18 Euro bezahlen. Lediglich die Bezahlung via Giropay oder Paypal ist hier kostenlos. Die Lufthansa berechnet für die Kreditkartenzahlung eine prozentuale Gebühr von 1,65 Prozent des Ticketpreises, bei einer Obergrenze von 25 Euro.

Kosten beim Check-In

Auch beim Einchecken mit dem gültigen Ticket lauern oft versteckte Kosten. TUIFly etwa berechnet für den Check-in am Flughafenschalter ab einem Alter von zwei Jahren ein Entgelt in Höhe von fünf Euro pro Person. Bei einer vierköpfigen Familie mit Hin- und Rückflug kommen bereits 40 Euro zusammen. Auch Extraservices wie der Vorabend-Check-in bei Air Berlin kosten: Zehn Euro erhebt die Airline pro Person.

Teurer Tippfehler

Wer sein Ticket online bucht, der sollte nochmals ganz genau prüfen, ob der Name und das Geburtsdatum auch wirklich korrekt sind. Gerade, wer für mehrere Personen bucht, dem kann schon mal ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Und der ist teuer: Für die Airlines fällt eine Korrektur in die Kategorie „Umbuchung“ – und die lassen sie sich teuer bezahlen. Bei Billigairlines wie Ryanair übersteigen die Kosten für die Umbuchung den Ticketpreis deutlich. Online lässt sich Ryanair die nachträgliche Namensänderung pro Fluggast 110 Euro kosten, am Flughafenschalter sogar 160 Euro. Kunden, die ihren Flug online über die Ryanair-Seite gebucht haben, können laut einem Sprecher der Fluggesellschaft kleinere Fehler wie Tippfehler noch innerhalb einer Frist von 24 Stunden nach der Buchung korrigieren.

2015 griff ein junger Brite, dessen Ticket versehentlich auf seinen unechten Facebook-Nachnamen gebucht worden war, zu drastischen Maßnahmen: 

Da die Kosten für die Namensänderung und Beantragung eines neuen Passes geringer waren als die von Ryanair geforderten Umbuchungskosten, ließ er kurzerhand seinen Namen ändern. Air Berlin lässt eine Umbuchung prinzipiell nicht zu. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei einer Namensänderung aufgrund von Heirat kann für bis zu 150 Euro eine Korrektur vorgenommen werden.

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