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Familien werden in Weinheim eine neue Gemeinschaftsunterkunft beziehen (Symbolfoto).

Flüchtlingsunterbringung

Gemeinschaftsunterkunft in Weinheim wird am 6. Juli belegt

Weinheim - Der Rhein-Neckar-Kreis baut seine Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und Asylsuchende weiter aus. Am 6. Juli soll eine Gemeinschaftsunterkunft belegt werden.

Als erstes Gebäude dem Modell „Geschosswohnungsbau“ wird am 6. Juli eine neue Gemeinschaftsunterkunft in Weinheim belegt. Das gab der Rhein-Neckar-Kreis am Donnerstag bekannt. 

In die Gemeinschaftsunterkunft in der Heppenheimer Straße werden zunächst vier Familien – insgesamt 21 Personen – einziehen, die dem Kreis vom Regierungspräsidium Karlsruhe neu zugewiesen worden sind. Zwei Familien kommen aus Afghanistan, eine Familie aus Tunesien und eine Familie aus dem Iran mit zusammen sieben, teils sehr jungen Kindern.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere 13 Männer aus der Notunterkunft „Winzerhalle“ in Weinheim-Lützelsachsen in die Gemeinschaftsunterkunft ziehen. Dann würden 34 Menschen in der für maximal 80 Personen ausgelegten Gemeinschaftsunterkunft wohnen.

7-Quadratmeter-Regelung bereits eingehalten

Wir sind froh, nun diese sehr gute Unterkunft nun zur Verfügung zu haben“, sagt Stefan Becker, Ordnungsamtsleiter des Kreises, der in Flüchtlingsfragen mit der Großen Kreisstadt und den sehr aktiven ehrenamtlich Tätigen in engem Kontakt steht. 

Die Gemeinschaftsunterkunft in der Heppenheimer Straße, die im Übrigen bereits nach Maßgabe der vorerst bis 2018 verschobenen 7-Quadratmeter-Regelung für jeden Asylbewerber errichtet ist, ist die erste Unterkunft in Weinheim, die der Eigenbetrieb Bau und Vermögen Rhein-Neckar-Kreis für Flüchtlinge selbst errichtet hat. Solche gut ausgebauten Gemeinschaftsunterkünfte sind für den Kreis und Asylsuchende wichtig, das sich Betreuungsaufgaben besser angehen lassen als in Notunterkünften.

Momentan geringere Zuweisungsquote

Die derzeit geringe Zugangsquote in den Rhein-Neckar-Kreis spiegelt nicht das aktuelle Landesbild wider. Das Land gewährt vielmehr denjenigen Landkreisen vorerst verringerte monatliche Zuweisungen, die wie der Rhein-Neckar-Kreis in den vergangenen Monaten ihre Aufnahmeverpflichtung voll erfüllt haben.

Derzeit sind im Kreis rund 6.800 geflüchtete Menschen vorläufig untergebracht, rund 1.500 leben noch in Notunterkünften, die das Ordnungsamt sukzessive leeren will. Dazu zählen auch das ehemalige Druckhaus der Diesbach-Medien in Weinheim und die Winzerhalle in Lützelsachsen. 

Allerdings will der Kreis in der Flüchtlingsfrage noch nicht von einer Entwarnung sprechen, da in den Herkunftsländern die Not der Menschen nach wie vor groß ist und sich künftige Entwicklungen in Griechenland, der Türkei und Nordafrika sowie die Entwicklung neuer Fluchtrouten – auch über das Mittelmeer – noch in keinster Weise abschätzen lassen.

Rhein-Neckar-Kreis/rmx

Quelle: Mannheim24

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