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„Ich war wie in Trance“ – Guri B. über sein Horror-Erlebnis im Kinopolis.

Kino-Kassierer Guri B.

Kinopolis-Geiselnahme: „Ich hatte die Waffe am Kopf!“

Viernheim – Sichtlich schockiert steht Guri B. (21) in der Nähe des Tatorts. Nur wenige Stunden zuvor bangte der Kinopolis-Kassierer mit einem Maschinengewehr an der Schläfe um sein Leben.

„Alle auf den Boden legen!“ – mit diesen Worten steht am Donnerstagnachmittag, kurz vor 15 Uhr, ein kleiner, dünner Mann mit Sturmmaske und Maschinengewehr im Kassenbereich des Kinopolis Kinocenters.

>>> Geiselnahme im Kinopolis geht glimpflich aus

Er hält dem 21-jährigen Guri B. die Waffe an den Kopf. Ihm und seinen drei Kollegenstockt der Atem – ein Überfall, denkt Guri, drückt unauffällig den stillen Alarm.

Geiselnahme: SEK-Einsatz im Kinopolis

Mutig fragt er den Täter, ob er die Türen verschließen soll. In perfektem Deutsch befiehlt der maskierte, laut Guri noch recht junge Mann:

„Ja, mach die Türen zu!“ 

Ob er Geld wolle, fragt der 21-Jährige weiter. Die Antwort lässt den Kinomitarbeitern einen kalten Schauer über den Rücken laufen... „Nein, macht einfach, was ich Euch sage!“

Danach sei er nach oben zu den Kinosälen gelaufen. Guri dachte in dem Moment nur an seine Eltern, seinen 22. Geburtstag, den er in einer Woche mit Freunden und Familie feiern wollte.

Dann habe er Schüsse gehört, erzählt Guri. Was sich im Kinosaal abgespielt hat, kann auch er nur ahnen „Ich war wie in Trance.“ Glücklicherweise stellt sich später heraus, dass bei der Geiselnahme keine Opfer verletzt wurden. Dass der Täter bereits durch das SEK getötet wurde, wusste Guri noch gar nicht.

Vielleicht kann der 21-Jährige mit diesem Wissen ein bisschen besser schlafen – dieses Horror-Erlebnis zu verarbeiten wird wohl einige Zeit dauern.

>>> Ticker zur Geiselnahme in Viernheimer Kinopolis

Chile, USA, Zypern: Kinopolis-Geiselnahme geht um die Welt

sag/pek

Quelle: Mannheim24

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