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In diesem Haus in Mannheim geschah ein furchtbarer Doppelmord, der bis heute ungeklärt ist.

Mord verjährt nicht!

Ungelöste Mordfälle in Baden-Württemberg

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Stuttgart - Nicht alle Verbrechen können die Ermittler kurz nach der Tat lösen – manchmal läuft alle Polizeiarbeit ins Leere. Einige Mordfälle wurden bis heute noch immer nicht gelöst:

Ungelöste Mordfälle können die Polizei noch nach Jahren und Jahrzehnten beschäftigen, wie auch diese Fälle in Baden-Württemberg:

Doppelmord in Mannheim

Seit über zwei Jahren beschäftigt ein mysteriöser Doppelmord in Mannheim die Ermittler. Am 13. Mai 2013 werden der 45-jährige Calogero N. aus Italien und seine 42-jährige thailändische Lebensgefährtin Rinda T. im Stadtteil Kirschgartshausen in ihrer Wohnung auf einem Gehöft mit mehreren Schüssen getötet. Sie hinterlassen einen gemeinsamen, damals elfjährigen Sohn. 

Rückblick: Doppelmord in Mannheim

Obwohl eine große Sonderkomission mit 40 Beamten gebildet wird, kann der Täter nicht überführt werden. Rund 400 Spuren – die zum Teil auch in die organisierte Kriminalität führen – werden ohne Ergebnis verfolgt. „Wir wissen weiterhin nichts Neues“, erklärt ein Sprecher. „Aber ad acta gelegt werden solche Fälle nie.“

Maria Bögerl aus Heidenheim

Mit diesem privaten Foto von Maria Bögerl fahndete die Polizeidirektion Heidenheim nach der 54-Jährigen.

Im Mai 2010 wird die Bankiersgattin aus ihrem Haus in Heidenheim entführt. Die Lösegeldforderung lässt nicht lange auf sich warten: Der noch immer unbekannte Entführer fordert 300.000 Euro. Eine Geldübergabe, die an einer Autobahn stattfinden soll, scheitert. Am 3. Juni 2010 wird Maria Bögerl tot in einem Waldstück aufgefunden. 

Die Ermittler treten auf der Stelle – selbst eine Fahndung im Fernsehen und ein Massen-Gentest verläuft ins Leere. Auch die Hinweise eines dubiosen Zeugen im Februar 2015 bringen keine neuen Erkenntnisse. 

Anja Aichele aus Bad Canstatt

Dieser Mordfall beschäftigt die Ermittler seit fast drei Jahrzehnten. Anja Aichele ist erst 17 Jahre alt, als sie ermordet wird. Die Schülerin wird am 27. März 1987, gegen 22 Uhr auf dem Nachhauseweg von einem Jugendtreffen erwürgt. 

Drei Zeugen sagen unabhängig voneinander aus, zum Zeitpunkt der Tat einen Schrei im Weinberg unterhalb des Wohngebiets Muckensturm gehört zu haben. Drei Tage später wird die Leiche der jungen Frau gefunden – vergraben in einem Beet.

60 Ermittler sammeln mehr als 4.000 Hinweise – ohne Erfolg. In den Jahren 2008 und 2012 werden wegen neuer Spuren rund 1.200 Männer getestet – ergebnislos.

Christine Piller aus Aglasterhausen

Die 19-Jährige aus dem Neckar-Odenwald-Kreis wird am 22. März 1986 erstochen in einem Wald bei Gundelsheim gefunden. Anfang 2015 eine neue Hoffnung: die Ermittler sprechen von neuen Ansatzpunkten. Doch alle Untersuchungen verlaufen im Sand – der Täter ist bis heute nicht gefasst!

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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