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Durch den EnBW-Deal droht Baden-Württemberg für den Haushalt 2017 nun bis zu 122,9 Millionen Verlust. (Symbolbild)  

Durch EnBW-Deal

Baden-Württemberg drohen bis zu 122,9 Millionen Verlust!

Stuttgart – Der Kauf von EnBW-Aktien im Jahr 2010 könnte das Land Baden-Württemberg deutlich teurer zu stehen kommen als bisher gedacht. Wie konnte es nur so weit kommen? 

„Wir müssen im Haushalt 2017 einplanen, dass es mögliche Verluste von bis zu 122,9 Millionen Euro geben könnte“, sagt ein Sprecher von Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Südwest Presse“ hatten zuvor berichtet. 

Zuletzt hatten sich die Verluste bei der Beteiligungsgesellschaft Neckarpri, über die das Land die Aktien hält, auf 50 Millionen Euro belaufen. Bisher konnten solche Verluste über einen Überschuss von 2011 abgefangen werden, der nun aber aufgebraucht ist. 

Unter der Federführung des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) hatte das Land 2010 vom französischen Energiekonzern EDF 45 Prozent der EnBW-Aktien für 4,7 Milliarden Euro zurückgekauft. Auch wegen der Fukushima-Atomkatastrophe 2011 und des Wegbruchs des einst lukrativen Atomgeschäfts der EnBW stellte sich der Kauf als schlechte Investition heraus.

Sitzmann informierte ein Haushaltgremium der grün-schwarzen Landesregierung am Mittwoch über die drohenden Kosten. Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der „Südwest Presse“, er sei „entsetzt über die Erblast aus der Amtszeit von Herrn Mappus“

dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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