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Das Benefizkonzert von Gregor Meyle und Purple Schulz im Hangar 10 des Technik Museum Speyer.

Im Technik Museum Speyer

Hangar 10: Gregor Meyle begeistert vor einzigartiger Kulisse

Speyer – Geballte Singer-Songwriter-Power im Technik Museum: Purple Schulz und Gregor Meyle verzücken ihre Fans nicht nur mit einfühlsamen Songs, sondern mit jeder Menge Humor.

Am Samstagabend ist es endlich so weit! Zum ersten Mal stehen Shooting Star Gregor Meyle und der ‚Kölsche Jung‘ Purple Schulz auf einer gemeinsamen Bühne – das große Benefizkonzert im Hangar 10 des Technik Museum Speyer.

Zunächst begeistert der 80er-Jahre-Held Schulz in gewohnt lässiger Manier, seine großen Klassiker wie „Verliebte Jungs“ und „Sehnsucht“ haben nie besser geklungen. Aber auch bei den Songs seines neuesten Albums „So und nicht anders“ stellt der 58-Jährige eindrucksvoll sein breites, musikalisches Spektrum unter Beweis.

Pünktlich um 20:30 Uhr betritt Gregor Meyle mit seiner Band die Bühne – und hat das Publikum ab dem ersten Ton fest im Griff. Doch das überrascht kaum, denn schließlich ist der sympathische Musiker mit der einzigartigen Stimme spätestens seit Shows wie „Sing meinen Song - Das Tauschkonzert“ oder „Meylensteine“ längst kein Geheimtipp mehr. Ganz im Gegenteil – die Vox-Show katapultierte den in der Stefan Raab im Rahmen seiner Fernsehshow TV total konzipierten Castingwettbewerb SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf) entdeckten Künstler quasi über Nacht in den deutschen Pop-Olymp.

Hut ab! Gregor Meyle begeistert Fans in Hangar 10

Dennoch oder gerade deswegen behält Gregor Meyle seinen Weg bei. Zwischen den Songs scherzt er immer wieder und nimmt sich selbst und den neuerlangten Ruhm augenzwinkernd auf die Schippe. Etwa, wenn er sich kurz den Schweiß von der Stirn wischt: „Ist das schön, sich mit einem frisch gewaschenen Handtuch das Gesicht abzuwischen – aber ich bin ja jetzt Popstar.“ Überhaupt hat man selten ein Konzert erlebt, bei dem so viel gelacht wird. Zwischen jedem Song nimmt sich Meyle kurz Zeit, um eine komische Anekdote – sei es die seltsame Inneneinrichtung von „Sing meinen Song“-Buddy Andreas Gaballier oder wie er auf einem Frankfurter Straßenfest mit Mark Forster verwechselt wurde – zum Besten zu geben. Nein, bei Meyle hat man keine Sorge, dass er irgendwann abhebt.

Ein bisschen Folk, ein bisschen Country, ein bisschen Pop – aber immer jede Menge Gefühl. Das erste große musikalische Highlight ist mit dem Song „So lang ich dran glaube“ erreicht. Gemeinsam mit der fantastischen Background-Sängerin Laura Bellon (die nächste Joy Denalane?) sorgt Meyle für jede Menge Gänsehaut im Publikum und beweist, dass seine ganz große Stärke in den langsamen Nummern liegt.

Im Übergang zum nächsten Song dann wieder eine Comedy-Einlage, wenn er seine wohl pop-lastigste Nummer „Schau mich nicht so an“ anstimmt. „Könnte ich auch den Höhnern verkaufen...“, und switcht mal eben ins Karneval-Genre.

Besonderes Highlight: Purple Schulz kommt zurück auf die Bühne, performt mit Meyle „Jetzt“ und offenbart bei seiner ganz persönlichen Version von „Sing meinen Song“, dass ihm diese Nummer in einer „sehr kritischen Phase“ seines Lebens geholfen hat. Die beiden umarmen sich, danach drückt Schulz seinem Kollegen einen dicken Schmatzer mitten auf die Lippen. Dankbarkeit und Respekt geht auch unterschwelliger, aber bestimmt nicht aufrichtiger.

Nach zweieinhalb Stunden ist das Set durchgespielt, doch man hat das Gefühl, dass Meyle noch lange nicht genug hat. Und seine Fans schon gar nicht. Also gibt es eine Zugabe, bei denen dann die heiß ersehnten Balladen „Keine ist wie Du“ und „Niemand“ in die Speyrer Nacht hallen. 

Unser Fazit: Einfach eine ‚Meyle‘, äh, geile Show!

rob

Quelle: Mannheim24

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