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Elegante Schlitten und flotte Flitzer beim Concours d'Elegance 2016 im Schwetzinger Schlossgarten.

Schlossgarten Schwetzingen

Concours d'Elegance 2016: Der Name ist Programm!

Schwetzingen - 150 klassische Autos aus ganz Europa gibt es beim Concours d'Elegance zu bewundern. Wer denkt, dass er in den letzen Jahren schon alles gesehen hat, liegt falsch!

Kommt man in den Schlossgarten wird man links von einem Rolls Royce Phantom VI begrüßt, der so groß ist, dass selbst die riesengroßen Cadillacs weiter hinten klein aussehen. Rechts stehen zwei wunderschöne, blitzeblank polierte Pierce Arrows. Okay, mal eben schnell durchlaufen wird mal wieder nicht funktionieren.

Fotos: Concours d'Elegance 2016

Der Rolls Royce ist ein absolutes Einzelstück, eigens gebaut für einen Kaufmann aus der Schweiz. Heute gehört der Luxusschlitten der Firma Vintage & Prestige, auf deren Website der Phantom VI für 500.000 Pfund zum Verkauf steht. Egal, wie das Pfund gerade steht – zu teuer für die Portokasse der meisten Besucher.

Vorbei am Bugatti-Rennwagen von 1903 springt der „Grade“ ins Auge, mit seiner schwarz-weißen Lackierung und seiner aerodynamischen Form. 1921 ist der Wagen bei der Eröffnung der Avus in Berlin mitgefahren. Aus 808 Kubikzentimetern zaubert der Renner 16 PS und ist dabei kaum zu überhören. Hans Grade war eigentlich Flugzeugpionier. Nach dem ersten Weltkrieg durfte er keine Flieger mehr bauen und hat sich dann mit Autos „neu orientiert“. Und wenn man genauer hinschaut: die Nieten und Schrauben an der Karosserie erinnern schon etwas an den Flugzeugbau.

Noch ein Hingucker ist der Cevrolet Capitol Fire Truck von 1927, der seinerzeit bei der Feuerwehr in Kopenhagen im Einsatz war. Stolzer Besitzer ist Karl Hermann, seines Zeichens ehemaliger Kreisbrandmeister von Tübingen und ehemaliger Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands Baden Württemberg. 

Impressionen vom Freitag

Concours d'Elegance: Klassiker und echte Schätze auf vier Rädern

Dass er eine Affinität zu Feuerwehrautos hat, wundert kaum – mit Walter Grünenwald setzt er sich gerne Für ein Foto ins Führerhaus, stilecht mit Messinghelm. „Zehn Jahre habe ich gebraucht, um mit dem Vorbesitzer über den Preis einig zu werden“, erzählt er, „und fünf Jahre, um das Auto zu restaurieren.“ Besonderer Hingucker auf der Beifahrertür: das Martin-Horn (ja, ohne s) von der Firma Martin in Philippsburg, weltweit ist die Existenz zweier derartiger Signageräte bekannt, das andere liegt beim Hersteller im Tresor.

Dass es nach einer Pause in den Jahren 2012 und 2013 den Concours D'elegance seit 2014 wieder gibt, haben wir Andreas Grimm von der Württemberischen Versicherung zu verdanken. „Es wäre schade um die Veranstaltung gewesen, also habe ich mich an den Veranstalter gewendet.

Noch bis Sonntag 18 Uhr kann man die Schmuckstücke bestaunen, ab 16 Uhr weden die prämierten Fahrzeuge präsentiert. Allein das ist schon ein Grund hinzugehen, denn Johannes Hübner, Veranstalter des Concours, weiß so einige Annekdoten über die Autos zu erzählen.

chr

Quelle: Mannheim24

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