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Zum Festakt in Schwetzingen gibt sich unter anderem Ministerpräsident Kretschmann die Ehre.

Das „Wir-Gefühl“ stärken!

1250 Jahre Schwetzingen – Festakt im Rokoko-Theater

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Schwetzingen – Seitenhiebe nach Oftersheim, eine geschichtliche Exkursion und eine hörenswerte Rede von Ministerpräsident Kretschmann. Das gab es alles beim Festakt im Rokoko-Theater: 

1250 Jahre, ein Jubiläum dieser Bedeutung feiert eine Stadt nicht alle paar Jahre. Am 1. Januar wurde bereits gefeiert, ins Festprogramm reihen sich Konzerte, Vorträge, und Feste ein. Am Samstag dann der offizielle Festakt im Rokoko-Theater.

Schwetzingen als „Mekka der zeitgenössischen Musik“

Mit seiner Sicht auf die Dinge – als Präsident des Landesmusikrats des Landes Rheinland-Pfalz und durch seine Tätigkeit bei den SWR-Festspielen mit dem Schloss und der Stadt eng verbunden – führt Peter Stieber durch das Programm. Was damals, um 766 in Schwetzingen passiert ist „ist außerhalb meiner Antennen“, doch „Schwetzingen ist heute ein Mekka der zeitgenössischen Musik".

Zum 1250-sten Jubiläum: Festakt im Rokoko-Theater

Auch wenn er weiß, dass Oberbürgermeister Dr. René Pöltl eher Heavy Metal hört und sich mit zeitgenössischen Opern schwer tut: „Da müssen sie halt durch!“, witzelt Stieber.

„Gott macht das Land, der Mensch die Stadt", ein Zitat von Willian Cooper, ist der Leitsatz von OB Pöltl, der zu diesem Anlass mit OB-Kette, einen interessanten Exkurs durch die Schwetzinger Geschichte macht.

Seitenhieb nach Oftersheim 

Natürlich mit Blick nach Oftersheim, das im Lorscher Kodes etwas früher auftaucht: „Ihr seid zwar etwas älter als wir, dafür sind wir frischer“ ruft er seinem Amtskollegen Jens Geiß zu.

Exkurs durch die Schwetzinger Geschichte 

Die Geschichte Schwetzingens ist seit 5.000 Jahren nachweisbar. Ihre Ursprünge finden sich bei den Bandkeramikern, die damals schon die fruchtbaren Böden der Rheinebene zu schätzen wussten. 766 wird die Stadt dann zum ersten Mal unter dem Namen „Suezzingen“ im Lorscher Kodex, dem ersten Grundbuch der Region, erwähnt. Heute ist Schwetzingen über ihre Grenzen hinaus besonders als Spargel-und Festspielstadt bekannt.

Agana, Lieselotte von der Pfalz, Kurfürst Carl-Theodor und Clementine Bassermann sind nur ein paar klingende Namen, die der OB erwähnt, die Schwetzingen zu der Stadt gemacht haben, die sie heute ist. 

Wunsch für die Zukunft

Oberbürgermeister Pöltl wünscht sich, dass sich die Schwetzinger „nicht ausruhen, sondern wach bleiben und die Stadt weiter entwickeln“.

„Bilderbuchpräsident“ Kretschmann und das kostenlose Schloss

Man sieht Ministerpräsident Winfried Kretschmann an, der in den Augen von Peter Stieber ein echter „Landesvater“ und „Bilderbuchministerpräsident“ ist, dass der Festakt für ihn eine angenehme Abwechslung vom Wahlkampf ist. 

Er selbst macht auch kein Geheimnis daraus, dass er gerne in der Stadt ist, die „ein so tolles Schloss hat, ohne dafür zahlen zu müssen.“

Dabei muss er sich selbst fragen: „Was ist eigentlich passiert, dass Du 60 Jahre nicht hier warst?“. Außerdem, so sagte er, kann er sich gut vorstellen, was Carl-Theodor gefühlt hat, als er nach München die Erbfolge antreten musste: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, Ministerpräsident in Bayern...“ 

Einige Worte zur Flüchtlingskrise

Der Rest des Satzes geht im Lachen und im Applaus unter. Auch dem wohl ernstesten Thema nimmt sich der Ministerpräsident an: der ‚Flüchtlingskrise‘:

„Wenn Europa an der Flüchtlingskrise scheitern würde, es wäre eine epochale Katastrophe!“ Sein Wunsch zum Jubiläum für Schwetzingen: „Möge das Jubiläum das Wir-Gefühl stärken!“

Quelle: Mannheim24

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