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Mitglieder der Gewerkschaft Verdi nehmen am Dienstag in Ludwigshafen an einem Warnstreik im Ö†ffentlichen Dienst teil.

Rheinland-Pfalz

Über 4.000 Teilnehmer bei Warnstreiks!

Rheinland-Pfalz – Geschlossene Kindertagesstätten, Bankkunden vor verschlossenen Türen, Krankenhäuser im Notbetrieb - die Warnstreiks verlangen den Rheinland-Pfälzern einiges ab. 

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts haben am Dienstag in Rheinland-Pfalz etwa 4.200 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Der Schwerpunkt der Warnstreiks liegt dabei auf der Pfalz. 

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi kommen in Kaiserslautern, Ludwigshafen, Worms, Pirmasens, Speyer und Frankenthal rund 3.400 Teilnehmer aus Verwaltungen, städtischen Betrieben, Kindertagesstätten und Krankenhäusern zu Demonstrationen zusammen.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagt Verdi-Geschäftsführer des Bezirks Pfalz Jürgen Knoll. „Die Streikenden haben eindrücklich gezeigt, dass sie mehr Geld wollen“ 

Zudem fordern die Teilnehmer Perspektiven für die Jugend und keine Kürzungen bei der Altersrente. „Die Pfalz hat ein klares Signal nach Potsdam geschickt.“ Dort ist die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit für den Donnerstag und Freitag (28. und 29. April) geplant. 

Betroffen sind vor allem Verwaltungen, Kitas und Krankenhäuser.

Auch in Mayen sind Streikende zu einer Kundgebung zusammengekommen. Über 800 Mitarbeiter von Kindertagesstätten und Verwaltungen versammeln sich nach Gewerkschaftsangaben auf dem Marktplatz.

Spürbare Auswirkungen für Bürger

In Ludwigshafen blieben nach Gewerkschaftsangaben alle kommunalen Kindertagesstätten geschlossen. Auch Bankkunden mussten mit Beeinträchtigungen leben. Im Bereich der Westpfalz seien die Türen von 27 Filialen der Kreissparkasse verschlossen geblieben.

Schon im Vorfeld der Streiks seien viele planbare Operationen in kommunalen Krankenhäusern abgesagt worden. Mit vielen Krankenhäusern, Stadtverwaltungen und Stadtwerken seien Notdienstvereinbarungen getroffen worden, damit Arbeiten wie lebensnotwendige Operationen und die wichtigsten Abwasservorkehrungen durchgeführt werden konnten.

„Die Arbeitgeber müssen sich endlich den hohen Wert ihrer Beschäftigten bewusst machen und dementsprechend bezahlen“, teilte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Rheinland-Pfalz/Saarland, Dietmar Muscheid, mit. 

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die Arbeitgeber haben ein Plus von einem Prozent im Juni und von zwei Prozent 2017 angeboten.

Am Mittwoch geht´s weiter

In Mainz werden nach Angaben der Stadt am Mittwoch 29 städtische Kindertagesstätten geschlossen bleiben, nur 23 haben geöffnet. Ein Notdienst werde nicht angeboten. Die Beschäftigten der Mainzer Verkehrsgesellschaft und von City-Bus sind ebenfalls zum Streik aufgerufen. Daher ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mit erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. In Bad Kreuznach ist ein Demonstrationszug geplant.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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