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Die Autoknacker haben es speziell auf Navis und Multifunktionslenkräder abgesehen.

Über 250 Pkw aufgebrochen

2,5 Mio. Schaden! Soko „Zeppelin“ jagt Autoknacker

Rhein-Neckar-Kreis – Sie kommen kaum mit ihren Ermittlungen hinterher – die fleißigen Fahnder der „EG Zeppelin“: Unfassbare 250 Autos sind bereits aufgebrochen und geplündert!

Die jüngste Aufbruchsserie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Wiesloch ist nur die Spitze des Eisbergs...

Erneut brechen Unbekannte mehrere Autos auf – neun BMW! Objekte der Begierde sind einmal mehr festeingebaute Navis und vereinzelt auch Multifunktionslenkräder.

Auffällig: In der gleichen Nacht knacken die Täter vier weitere Fahrzeuge der bayrischen Motorenschmiede – drei davon in Oftersheim, eines in Schwetzingen. Sachschaden mehrere zehntausend Euro. 

Drei BMW-Aufbrüche in der Hockenheimer Tom-Bullus-Straße scheitern dagegen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag teils aufgrund angeschlagender Alarmanlagen.

‚Erfolgreicher‘ sind die Langfinger dagegen wenige Kilometer weiter in Neulußheim, wo zwei BMW und ein VW um persönliche Gegenstände wie Sonnenbrillen, Handys und Geldbeutel erleichtert werden. In dem VW fehlt jetzt allerdings das Navi.

Somit hat die mittlerweile sechsköpfige Ermittlungsgruppe „Zeppelin“ der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg schon über 250 Fälle aufzuklären! Gesamtschaden rund 2,5 Millionen Euro.

Schwerpunktmäßig liegen alle Tatorte im nördlichen, südlichen und süd-östlichen Rhein-Neckar-Kreis entlang der Autobahnen A5 und A6 – vermutlich, um schnell flüchten und größere Strecken zurücklegen zu können.

Derzeit liegen den Fahndern keine Hinweise zu Tatverdächtigen und deren Herkunft vor. Man geht jedoch aus Erfahrung davon aus, dass es sich wie in der Vergangenheit um osteuropäische Tätergruppierungen handelt. Bereits im Jahr 2011 wurde eine litauische Bande ermittelt, der über 100 Fälle zur Last gelegt wurden. Sieben Männer wurden damals zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die Vorgehensweise der Autoknacker 

Navi und Lenkrad wurden in diesem BMW ausgebaut und geklaut.

Meistens schlagen der oder die Täter eine hintere Dreiecksscheibe ein, entriegeln die Türen und bauen Navigationsgeräte sowie Multifunktionslenkräder fachgerecht aus oder aber reißen sie mit brachialer Gewalt aus Mittelkonsole oder Armaturenbrett.
Laut Polizei ist der ‚Spuk‘ in der Regel nach zwei Minuten vorbei und der Täter über alle Berge. So sind auch schnell mal ein Dutzend Aufbrüche an einem Ort erklärbar.

Verhindern lassen sich solche Pkw-Aufbrüche kaum! Dennoch gibt die Polizei ein paar Tipps:Autos möglichst in der Garage oder zumindest an einer nachts gut beleuchteten Stelle parken.

Sogenannte „Lenkradkrallen“ können potenziellen Täter die Tour vermiesen, weil sie den Ausbau der Multifunktionslenkräder erheblich erschweren oder bestenfalls sogar verhindern. 

Die Bewohner des Rhein-Pfalz-Kreises werden gebeten, auch tagsüber auf sich auffällig verhaltende Leute zu achten, weil oftmals mögliche Ziele in Wohngebieten ausbaldowert werden – nicht selten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aus Autos heraus.

Lieber einmal zu oft den Polizeinotruf 110 verständigt, als einmal zu wenig. Mehr Tipps findest Du online unter www.polizei-beratung.de.

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pol/pek

Quelle: Mannheim24

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