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Heinz Monschau (53) musste den Schließzylinder rausbohren.

Bürotür fällt zu – Schlüssel steckt innen

Redaktion in Not: ER rettete uns!

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Ruuums! Die Tür ist zugefallen. Der Schlüssel steckt von innen. Und nun? Mit dieser Frage sah sich unsere Redaktion konfrontiert. Die stand nämlich vor verschlossener Bürotür!

Das passiert doch nur den anderen... Von wegen! Die gesamte Redaktion hatte sich ausgesperrt. Redaktionsschloss statt Redaktionsschluss!

Was tun? Einen Schlüsseldienst rufen, logisch. Aber wie findet man einen seriösen Anbieter, der einen auch nicht über den Tisch zieht? 

Jeder, der einmal in einer solchen Notlage gesteckt hat, weiß, dass da binnen weniger Minuten durchaus mehrere hundert Euro fällig werden können. 

Da ist auch ein Chefreporter machtlos – zu ist zu.

Per Smartphone recherchieren wir im Internet, finden eine 0800-Notrufnummer. Dahinter scheint sich ein bundesweit tätiges Unternehmen zu verbergen. Wir rufen an. Eine freundliche Mitarbeiterin am anderen Ende nimmt die relevanten Daten – Adresse und Rückrufnummer – auf und verspricht binnen 30 Minuten Hilfe.

Wir warten. Es nieselt. 

Die Rettung naht...

Fast genau nach einer halben Stunde nähert sich ein weinroter Kleintransporter unserem Büro- und Wohnkomplex. „H. Monschau – AA Aufsperrdienst & Absicherung“ aus Ubstadt-Weiher steht auf dem Bus. Chef Heinz Monschau (53) steigt aus, hinter ihm lugt Rottweiler Max, seit zwölf Jahren sein treuer Begleiter, aus dem Transporterfenster. 

Monschau, ein freundlicher Kölner, der in der Kurpfalz seine Wahlheimat gefunden hat, ist mit dem 0800-Notruf vernetzt und wurde zum Einsatzort gerufen. "Normal können Sie mich auch direkt kontaktieren", gibt er uns ein Visitenkärtchen.

Monschau schaut sich die Problematik an. Bevor er sein Werkzeug aus dem Auto holt, notiert er sich vom Personalausweis Namen, Nummer etc. - „sonst könnt’ ja jeder kommen“, kommentiert er die Sicherheitsnotizen auf einem Formular. Dann geht er ans Werk. Gekonnt setzt er sein Werkzeug an. Das Schloss sträubt sich. Die Bohrmaschine muss her. Schwups. Offen ist die Tür. 

Wir jubeln! 

Viel habe er schon im Zusammenhang mit seinem Servicedienst erlebt, erzählt Heinz Monschau ohne ins Detail gehen zu wollen. Seit er 16 Jahre alt war, arbeite er im Dienstleistungsgeschäft, so der gelernte Raumausstatter. Gerade die Schlüsselnotdienste kämpfen mit einem Abzockerimage. "Wenn eine einfache Wohnungstür zugefallen ist, kostet das tagsüber etwa 150 Euro. Nach 22 Uhr kommt ein 100-prozentiger Zuschlag drauf", rechnet er vermeintlich seriöse Summen vor. 

Etwa 17 bis 18 Euro pro Viertelstunde Einsatz seien "normale" Preise in seinem Metier zuzüglich An- und Abfahrt sowie fallspezifische Werkzeug- und neue Zylindereinsätze. "Das sehen viele nicht, dass man auch spezielle Werkzeuge dabei haben muss", verdeutlicht der Fachmann. 

Seine Rechnung für uns: 220 Euro. Und nur Bares ist Wahres. "Wir haben da schon schlechte Erfahrungen machen müssen", erklärt Heinz Monschau. Die Rechnung bekämen wir aber auf jeden Fall. Na dann...

kb

Quelle: Mannheim24

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