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Mit einer neuen Masche versuchen Telefon-Betrüger ihren Opfern Geld zu entlocken.

Ludwigshafen

Die neue Masche der Telefon-Betrüger

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Mit einer dreisten Masche versuchen Telefon-Betrüger jetzt Beute zu machen: Über ein neues System werden den Opfern bekannte Anrufer-Nummern  angezeigt, um sie dann abzuzocken.

Mit einem sogenannten Call ID-Spoofing wird den Opfern durch gefälschte Telefonnummern auf dem Display vorgegaukelt, dass es sich um einen bekannten Anrufer handelt. Dabei handelt es sich jedoch um dreiste Betrüger.

Über dieses System geben die Betrüger beispielsweise vor, als Mitarbeiter einer Behörde anzurufen und untermauern so ihre vermeintliche Identität. 

So erreichte jetzt auch einen 67-jährigen Ludwigshafener ein solcher Anruf. Angeblich habe er bei der Firma "Euromillion" 39.500 Euro gewonnen, die weiteren Modalitäten sollten am nächsten Tag übermittelt werden. 

Am Folgetag meldete sich der gleiche Anrufer wieder und gab an, der vermeintliche Gewinner müsse vor Auszahlung des Geldes die entstandenen Gebühren von 500 Euro begleichen. 

Der Ludwigshafener reagierte jedoch misstrauisch und fragte bei der Polizeistelle in Schifferstadt nach, wie er sich verhalten solle. Die Beamten rieten ihm, keinesfalls eine Zahlung zu leisten. Als der vermeintliche Gewinner dies dem Anrufer mitteilte, reagierte dieser empört über die angeblich geschäftsschädigende Auskunft der Beamten. Er würde diesen Umstand bei der Polizei umgehend richtig stellen.

Kurze Zeit später meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter der Polizeiinspektion Schifferstadt und erklärte, dass mit der Firma alles in Ordnung sei. Er habe bei der Bundesbank nachgefragt und eine positive Rückmeldung erhalten. Im Display des Opfers erschien tatsächlich die ihm bekannte Rufnummer der Polizeiinspektion Schifferstadt. Diese war jedoch gefälscht.

Kurz darauf erreichte den Mann ein weiterer Anruf. Nun wurde ihm erklärt, dass er nicht 39.000 sondern sogar 93.000 Euro gewonnen hätte. Diese würden ihm durch eine Geldtransportfirma aus Freiburg in bar überbracht werden. Allerdings müsse dafür eine Transportversicherung in Höhe von 5.200 Euro im Voraus geleistet werden.

Nochmals meldete sich nun der angebliche Polizeibeamte aus Schifferstadt und erklärte, dass alles seine Richtigkeit habe – wiederum unter der Telefonnummer der Polizei in Schifferstadt.

Der aufmerksame Ludwigshafener fiel auf diese Masche jedoch nicht rein. Er erstattete Anzeige wegen versuchten Betruges bei der Polizei.

mk

Quelle: Mannheim24

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