Die Minneburg von Neckargerach aus gesehen.
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Die Minneburg von Neckargerach aus gesehen.
Die Minneburg ist das Wahrzeichen von Neckargerach.
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Die Minneburg ist das Wahrzeichen von Neckargerach.
Eine Karte zeigt mögliche Wanderroute in der Umgebung.
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Eine Karte zeigt mögliche Wanderroute in der Umgebung.
Der Parkplatz an der Wanderkarte.
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Der Parkplatz an der Wanderkarte.
Ein schmaler Pfad führt zu den Serpentinen in den Wald.
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Ein schmaler Pfad führt zu den Serpentinen in den Wald.
Der Pfad führt in Serpentinen den steilen Hang hinauf.
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Der Pfad führt in Serpentinen den steilen Hang hinauf.
Ein alter Wegstein.
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Ein alter Wegstein.
Der Pfad führt über Wurzelwerk zur Burgruine hinauf.
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Der Pfad führt über Wurzelwerk zur Burgruine hinauf.

Serie: Burgen am Neckar

Nicht nur für Fantasy-Fans: Die Minneburg

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Neckargerach - Die Minneburg: Als Liebesbeweis erbaut und im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, ist sie heute ein beliebtes Ausflugsziel – nicht nur für Fantasy-Fans.

Gegenüber der Gemeinde Neckargerach sitzt die Minneburg auf einem Bergrücken. Wahrscheinlich seit dem 13. Jahrhundert wacht die Burg ungefähr 50 Höhenmeter über dem Neckar und dem Ortsteil Guttenbach.

Für unseren Ausflug zum Wahrzeichen Neckargerachs haben wir uns die kürzeste, aber auch steilste Route ausgesucht: Nachdem wir den Fluss von der B37 kommend beim Campingplatz überquert haben, biegen wir in Guttenbach rechts ab und in die Neckargeracher Straße ein. Nach wenigen hundert Metern parken wir auf dem Parkplatz nahe der Wanderkarte.

Aufstieg über Serpentinen, Geröll und Wurzeln 

Unweit der Karte führt ein schmaler, ausgetretener Pfad in den Wald. Während wir den Serpentinen in die Höhe folgen, genießen wir das Aroma, das der Tannenwald um uns herum verbreitet. Wenige Minuten und einige Höhenmeter später stoßen wir auf einen Wegstein. Wir haben den Bergrücken erreicht.

Von hier an führt der Pfad über Wurzelwerk und an weiteren, mit kleineren Steinen belegten, Wegesteinen zur Burgruine. Durch das dichte Blattwerk der Laubbäume können wir schemenhaft schon Umrisse des Palas ausmachen. Dann stehen wir an der Holzbrücke, die über einen Burggraben und durch ein Burgtor in die Vorburg führt. Unser erster Eindruck: Die Burg ist viel imposanter als man von unten erwartet. 

Wie die Burg zu ihrem Namen kam

Einer Sage zufolge geht der Name der Burg auf Minna von Horneck zurück. Um seiner Hochzeit mit dem Grafen von Schwarzenberg zu entgehen, flüchtete sich das Burgfräulein der Burg Hornburg in der Nähe der heutigen Minneburg in eine Höhle. Insgeheim war sie in den armen Ritter Edelmut von Ehrenberg verliebt, dessen Rückkehr von einem Kreuzzug sie sehnlichst erwartete.

Als der Ritter endlich aus dem Heiligen Land zurückkehrte, war es zu spät: Minna lag im Sterben. Am Totenlager soll er ihr versprochen haben, als Gedenken an ihre große Liebe (mittelhochdeutsch: Minne)  eine Burg zu errichten. Ihr gab er den Namen Minneburg.

Bau und Zerstörung

In der Vorburg bilden sich noch die Reste der Fundamente ab. Mit seinen zwei Grillplätzen und dem Ausblick über Neckargerach und das Neckartal ist der Hof der Vorburg ein beliebtes Ziel für Ausflügler. Von hier führt eine langgezogene Rampe zur Kernburg hinauf.

Wann die Burg errichtet wurde, ist größtenteils unbekannt. Man geht davon aus, dass um 1200 mit den Arbeiten an der Kernburg begonnen wurde. Auch Bergfried und Schildmauer stammen aus dem 13. Jahrhundert. 

Seine Glanzzeit erlebte die Minneburg unter Wilhelm von Habern, der die Burg 1521 als Lehen bekam. Von Habern ließ die Burg im Baustil der Renaissance verschönern und in ein Schloss umwandeln: Der Palas mit seinem prominenten dreigeschossigen Erker wurde errichtet und die Minneburg zu einer soliden Befestigungsanlage ausgebaut. Eine Zwingermauer wurde um die Burg gelegt, die Vorburg um Wirtschaftsgebäude, Zugbrücke und Burgtor zum Tal hin erweitert.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die teilweise zerstörte Minneburg im März 1622 an die Belagerer unter Tilly begeben. Anschließend diente die Burg als Kellerei und wurde zunehmend von der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften als Steinbruch für den Häuserbau genutzt.  

Die Legende von Andreas Hilberle

Dass die Ruine nicht komplett dem Steinraub zum Opfer fiel, verdanken wir Andreas Hilberle. Der Einsiedler lebte bis zu seinem Tod 1819 alleine in der Ruine, stellte hölzerne Uhrwerke her und schützte die Minneburg vor Steindieben. 

Unterstützt durch die Romantikbewegung konnte die Ruine zum Ende des 19. Jahrhunderts durch erste Renovierungsmaßnahmen gesichert werden. Dies ist auch heute weiterhin nötig: Der nordwestliche Wehrturm der Anlage ist einsturzgefährdert und abgesperrt.

Tipp für Fantasy-Freunde: Die Minneburg entfaltet besonders dann einen mystischen Zauber, wenn Nebelschwaden durch die verlassene Anlage ziehen. 

Info für Neckarsteig-Wanderer: Die Minneburg liegt auf der Etappe zwischen Neunkirchen und Neckargerach.

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Wo: Guttenbach, Neckargerach

Parken: Neckargeracher Straße, Parkplatz an der Wanderkarte 

>>>Weitere Informationen zu Neckargerach

:

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>>> Leben hinter Burgmauern – Bergfeste Dilsberg

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rmx

Quelle: Mannheim24

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