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Zahnpasta auf dem Türgriff: für Kinder ein lustiger Streich, für Betroffene ärgerlich.

Straftat oder Streich?

Walpurgisnacht: Hier hört der Spaß auf!

Metropolregion – Bewaffnet mit Rasierschaum, Senftube und rollenweise Klopapier ziehen hunderte Kinder und Jugendliche jedes Jahr in der Mainacht durch die Straßen. Was die Polizei dazu sagt:

Für unbedarfte Kinder und Jugendliche ist es ein Spaß, für die Geschädigten im schlimmsten Fall bitterer Ernst oder gefährlich: die Hexennacht vom 30. April auf den 1. Mai.

Weil vielen nicht klar ist, welche Streiche und Einfälle auch strafrechtlich relevant sind, wendet sich die Ludwigshafener Polizei mit einer Warnung an die „Hexen“ und deren Verantwortliche.

Ganz allgemein: Die Grenze zur Straftat wird dann überschritten, wenn fremdes Eigentum beschädigt oder Gefahrenstellen verursacht werden.

Sachbeschädigung

Werden beispielsweise Hauswände mit Eiern beworfen oder Autos zerkratzt, kann das strafrechtlich als Sachbeschädigung geahndet werden. Auch das Verkleben von Fahrzeug- oder Türschlössern kann unter Umständen eine Sachbeschädigung sein. Insbesondere dann, wenn im Anschluss eine Reparatur nötig ist oder sogar der Schlüsseldienst gerufen werden muss.

Gefährdung anderer

Eine gefährliche und verbotene „Unsitte“ ist das Ausheben von Gullydeckeln. Besonders wer diese oder andere Gegenstände (z.B. Blumenkübel, Fahrradständer. etc.) auf der Straße platziert und dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert wird, macht sich strafbar. Riskant und ebenso tabu sind Manipulationen an Fahrzeugen, die zu schlimmen Unfällen führen können.

Was vielen nicht bewusst ist: Neben den strafrechtlichen Konsequenzen drohen auch sogenannte zivilrechtliche Regeressansprüche der Geschädigten. Diese können weit höher sein und die Verantwortlichen teuer zu stehen kommen. Dazu zählen laut Polizei auch die vermeintlich harmlosen Eierwürfe an Hauswände. Dadurch entstehen nämlich chemische Verbindungen, die einen enormen Schaden anrichten können. Im schlimmsten Fall muss ein ganzes Haus neu gestrichen werden.

Wer haftet?

Sofern Kinder und Jugendliche in der Hexennacht über die Stränge schlagen, tragen die Eltern grundsätzlich die Verantwortung (Aufsichtspflicht). Außerdem können Eltern unter Umständen für die Streiche ihrer Kinder belangt werden.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, rät die Polizei Eltern, ihre Kinder gezielt über die möglichen Konsequenzen der fatalen Streiche aufzuklären und ihre „Utensilien“ vor der Hexennacht gemeinsam durchzugehen. Wichtig sei es auch, sie zu ermutigen, bei üblen Scherzen nicht mitzumachen und sich klar zu distanzieren. 

sag/pol

Quelle: Mannheim24

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