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Mannheimer Unternehmen bieten Ausbilungsplätze für Flüchtlinge (Symbolfoto)

,Flüchtlinge in Ausbildung‘

Gemeinsame Integration – Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Mannheim - Um junge Flüchtlinge schnellstmöglich zu intergieren haben sich zahlreiche Unternehmen und die Stadt zusammengeschlossen. Darum geht es in dem Projekt „Flüchtlinge in Ausbildung

Flüchtlinge in Ausbildung“, so heißt das Projekt das von der Stadt Mannheim, der Agentur für Arbeit, der Justus-von-Liebig-Schule und einigen Unternehmen derzeit umgesetzt wird. Das Projekt sieht vor minderjährigen Flüchtlingen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen. 

Wir haben eine gesellschaftliche Verpflichtung“, so Ingolf Prüfer, Personaldirektor bei John Deere. Das Unternehmen hat beispielsweise vier Jugendliche als Praktikanten aufgenommen und hat am Ende einem Flüchtling einen Ausbildungsplatz ermöglicht. Doch John Deere möchte auch weiterhin jungen Leute aufnehmen. Derzeit hat die Firma zusätzliche Industriemechaniker-Lehrstellen geschaffen. „Außerdem werden wir die Integration weiter unterstützen und geben fünf neuen minderjährigen Flüchtlingen eine Chance als Praktikanten“, meint Ingolf Prüfer.

Unternehmen wie ABB, Caterpillar, Daimler, Pepperl + Fuchs, Roche, Südwestmetall und IHK Rhein-Neckar bieten weitere Ausbildungsplätze und Sprachprogramme an.

Gerade die fehlenden Sprachkenntnisse sind die größten und schwierigsten Hürden für eine erfolgreiche Integration. 

Nach dem Sprachunterricht folgen sogenannte Einstiegsqualifizierung mit betrieblichen und schulischen Phasen, sowie weitere Sprachkurse, die bis zu zwölf Monate andauern können. Rund 2.400 Eintritte finanziert die Agentur für Arbeit, „um ein Ankommen und eine Erstorientierung zu ermöglichen“, so Ulrich Man, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim.

Das Projekt kommt jetzt sogar schon in die zweite Runde. 

Es sollen dann auch Kinder, die hier aufgewachsen sind, die Chance auf einem Ausbildungsplatz bekommen. In der ersten Runde haben von 36 Kandidaten sechs Flüchtlinge einen Platz ergattern können.

Mit dem Konzept „bieten die Projektpartner jungen Menschen mit Fluchterfahrung wertvolle Möglichkeiten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und im optimalen Fall sogar über eine Ausbildung beruflich zu qualifizieren.“ , sagt die Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb. Zudem wenn man einen Blick auf die demographische Entwicklung wirft, sieht man, dass die Flüchtlinge ein großes Potential für den Arbeitsmarkt bergen.

Stadt Mannheim/jol

Quelle: Mannheim24

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