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Neue Details im Fall des getöteten Kioskbesitzer in der Mittelstraße Mannheim. Hausmeister Dusan W. wird am Dienstag am Landgericht Mannheim verhört.

Kiosk-Bluttat

Hausmeister Dusan W.: „Den Angeklagten erkenne ich nicht!“ 

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Mannheim – Am Dienstagmorgen wird der Prozess gegen Giuseppe L. im Landgericht Mannheim fortgesetzt. An diesem Tag wird einer der wichtigsten Zeugen verhört – Hausmeister Dusan W.: 

Gleich zu Beginn des Prozessauftakts am 2. September gestand Giuseppe L. (30) vor dem Landgericht Mannheim die schreckliche Bluttat an einem Kioskbesitzer – doch er behauptet felsenfest, eine Bekannte habe ihn zur Tat angestiftet (WIR BERICHTETEN). 

Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt: Der Verhandlungsbeginn läuft zunächst schleppend an – Zeugen waren nicht erschienen! 

So auch einer der wichtigsten Zeugen in diesem Fall: Der 71-jährige Hausmeister Dusan W.! Er fand den Kioskbesitzer Mohamad K. (48) am Tatabend noch lebend und schwer verletzt am Boden liegend (WIR BERICHTETEN).

Mit einer Stunde Verspätung trifft W. doch noch in Saal 2 des Landgerichts Mannheim ein. W. war nicht nur Hausmeister, an ihn ging auch die Miete des Kioskbesitzers – die beiden kannten sich gut. 

Zeuge und Opfer kannten sich gut

Hausmeister W. sagt aus, dass die Miete ab und an mal verspätet bezahlt wurde. „Mohamad hatte wohl Geldprobleme. Er bat mich am Tag vor der Tat sogar um 500 Euro, die ich ihm jedoch nicht geben konnte,“ erzählt W. 

Zudem berichtet der Hausmeister, an dem verhängnisvollen Abend wenige Stunden vor der schrecklichen Tat einen Streit zwischen Mohamad und einem Mann beobachtet zu haben. Er ging sofort dazwischen, schmiss den Mann aus dem Kiosk. Dieser deutet mit dem Finger auf den Kiosk.

„Ich glaube, das sollte heißen: ‚Ich komme wieder,“ vermutet W. Auf zwei verschiedenen Fotos scheint er den Mann zu erkennen. 

Am Ende der Anhörung fragt der Richter direkt: „Herr W., erkennen sie den Angeklagten zu ihrer linken Seite.“

Die Anwort des Hausmeisters ist deutlich: Nein, den haben ich noch nie gesehen. 

Der Prozess wird am 10. September forgesetzt. 

+++Hintergrund+++

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-jährigen Angeklagten vor, am 2. März 2015 bei einem versuchten Raubüberfall in der Mittelstraße den Kioskbesitzer erstochen zu haben.

In der Tatnacht war der Angeklagte mit dem Springmesser auf den 48-jährigen Ladenbesitzer losgegangen (WIR BERICHTETEN). 

Als sich der Kioskbesitzer bückte um dem Täter Zigaretten zu holen, verpasste ihm dieser insgesamt drei Stiche in den Hals und schließlich ein Stich in die Brust, wobei eine Hauptschlagader verletzt wurde. Für den 48-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät, er stirbt noch am Tatort.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Täter „billigend“ den Tod des Opfers in Kauf genommen haben, um an das Geld in der Ladenkasse zu kommen.

Ladenbesitzer (48) erstochen!

Als ein Kunde das Geschäft betrat, floh der Angreifer jedoch ohne Beute. Kurz darauf konnte der damals 29-Jährige in einem Gebüsch, in dem er sich versuchte zu verstecken, gefunden und schließlich festgenommen werden.

---> Alle Artikel zu diesem Thema: Tod im Kiosk

nis

Quelle: Mannheim24

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