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Getunte Autos wie diese verlieren im schlimmsten Fall die Betriebserlaubnis.

‚Ohrenzeugen‘ gesucht

Stadt sagt ‚Car-Posern‘ den Kampf an!

Mannheim – Sie gehören mittlerweile zum Stadtbild wie der Wasserturm: ‚Poser‘, die ihre getunten ‚Nobel-Schlitten‘ am Ring und in der City zur Schau stellen. Besonders nervig: die aufheulenden Motoren.

„Die Aufenthalts- und Wohnqualität in der Innenstadt darf nicht unter rücksichtslosem Autolärm leiden. Die Verursacher müssen wissen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat“, so die Kampfansage Sicherheitsdezernent und Erstem Bürgermeister Christian Specht. Erste Erfolge seien auch mit Hilfe der Hinweise aus der Bevölkerung erzielt worden. 

216 solche Hinweise auf „lärmende Fahrzeuge“ seien inzwischen von der Mannheimer Polizei registriert. Auch der Außendienst des Ordnungsamts notiere auffällige Fahrer, um deren Kennzeichen gegebenenfalls zur Überprüfung weiterzuleiten. 

Jeder kennt die ‚Poser‘ in Mannheim, die mit röhrenden Motoren durch die City fahren.

Seit Beginn der gezielten Kontrollen Anfang August konnte die Verkehrspolizei bereits 22 Autos und drei Motorräder direkt aus dem Verkehr ziehen und anzeigen, da sie durch das Tuning ohnehin die Betriebserlaubnis verloren haben. Für die Halter entstehen nun Kosten von mindestens 1.000 Euro, die unter anderem für Gutachten, Rückbau, Bußgeld oder eine spätere neue Zulassung anfallen. Auch für das Lärmen – beispielsweise durch absichtliches Aufheulenlassen des Motors - werden Bußgelder fällig. Im schlimmsten Fall müssen die Fahrer sogar zum Eignungstest.

Gelbe Karte als Verwarnung

Mit dieser gelben Karte sollen ‚Poser‘ verwarnt werden.

„Doch soweit muss es nicht kommen", erklärt Polizeidirektor Dieter Schäfer, Leiter der Verkehrspolizei Mannheim. „Wenn Fahrzeughalter an mindestens zwei Tagen durch Poser-Lärm auffällig werden, erhalten sie von uns in einem ersten Schritt ein Hinweisschreiben mit einer ‚Gelben Karte' und der Aufforderung, das Posen zu unterlassen. Wenn das nicht wirkt, drohen allerdings weitere Maßnahmen."

Wenn die Kontrollen und Maßnahmen langfristig nicht dazu beitragen, dass die Lärmbelästigung sinkt, müssen laut Stadt und Polizei weitere Schritte folgen: Schwellen, Umleitungen oder Sperrungen für Auto- und Motorradfahrer.

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Wer ebenfalls als ‚Ohrenzeuge‘ aktiv werden möchte, kann entsprechende Verstöße an die Mailadresse mannheim.vd@polizei.bwl.de melden, möglichst mit Nennung von Kennzeichen, Ort und Uhrzeit. 

sag/pol/Stadt Mannheim

Quelle: Mannheim24

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