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Eine eigentlich abgesagte Demonstration sorgt für Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. (Symbolfoto)

Großes Polizeiaufgebot

Trotz Absage: Demonstration zieht durch Innenstadt

Mannheim-Innenstadt - Eine eigentlich abgesagte Demonstration von rund 100 Kurden führt am Samstag zu Chaos in der Innenstadt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste müssen anrücken.

Die für Samstag angemeldete Demonstration unter dem Thema „Gedenkdemo für die gefallenen Völker in Rojava und Kurdistan" wird bereits am 19. Mai wieder abgesagt. Im Internet hatte eine Jungkurdenorganisation für die Veranstaltung insbesondere in Mannheim, Heilbronn, Stuttgart und Pforzheim geworben. Da die Absage nicht allen Teilnehmer bekannt wird, treffen zwischen 12:30 und 13:30 Uhr rund 100 Personen am Hauptbahnhof ein.

Durch eingesetzte Polizeikräfte werden die Demo-Teilnehmer auf die Absage der Veranstaltung hingewiesen. Einige machen sich daraufhin sofort auf den Heimweg, einzelne Gruppen begeben sich jedoch in Richtung Innenstadt.

Gegen 14:15 Uhr kommt es trotz Verbot zu einem Spontanaufzug von etwa 100 Personen, die vom Paradeplatz durch die Planken in Richtung Wasserturm laufen. Wie die Polizei berichtet, werden Transparente gezeigt und PKK-Parolen gesungen.

Wegen mehrerer Verstöße gegen das Versammlungsgesetz wird die Demonstration aufgelöst und die Teilnehmer von Polizeikräften zurück zum Bahnhof begleitet. Dort kommt es zu vereinzelten Durchbrechungsversuchen - die Polizei muss Pfefferspray einsetzen. Nachdem alle Versammlungsteilnehmer erkennungsdienstlich behandelt wurden, werden sie entlassen. 

Wegen der sommerlichen Temperaturen stellen Feuerwehr und Rettungsdienste Wasser zur Versorgung der Menschen bereit. Drei Teilnehmerinnen erleiden Schwächeanfälle, die ärztlich versorgt werden müssen.

165 Polizisten sind im Einsatz - zwei davon werden beim Einsatz von Pfefferspray und einer durch einen Tritt leicht verletzt.

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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