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Auch am dritten Tag nach der angekündigten Schließung nutzen Passanten die Borelly-Grotte.

Schließung doch erst im September

‚Grottige‘ Kaiserring-Passage noch immer offen!

Mannheim-Innenstadt – Einer der größten Schandflecken der Stadt soll nach 54 Jahren ‚ausgemerzt‘ werden – die berüchtigte Borelly-Grotte. Doch die Schließung verzögert sich:

So überraschend, wie die Schließung der Borelly-Grotte unter Bismarckstraße/Kaiserring am Hauptbahnhof für den 11. Juli 2016 angekündigt wurde (WIR BERICHTETEN), so überraschend wird diese bislang nicht umgesetzt!

Denn die vier Zugänge zur 1962 mit sechs Läden eröffneten Kaiserring-Passage sind auch am Mittwoch (13. Juli) nach wie vor offen. Passanten nutzen die Unterführung, damit sie nicht ‚oben‘ an einer roten Ampel warten müssen.

Schandfleck im Untergrund: Die Borelly-Grotte

Jedem der einmal – möglichst mit zugehaltener Nase – die düsteren Gänge der Grotte durchlaufen hat, werden die Gründe für das Aus schnell klar: Sicherheitsbedenken vor diesem „Angstraum“ mit Schlägereien, Überfällen und Drogenhandel. 

Der erste Eindruck von Mannheim ist für auswärtige Besucher, die am Bahnhof ankommen und durch die Passage in Richtung Innenstadt und Wasserturm gehen, eher problematisch“, so das Rathaus in einer Stellungnahme.

Die alten Rolltreppen, Fahrstühle – alles seit Jahren stark sanierungsbedürftig und ein ‚Groschengrab‘. Überall Glasscherben, Abfall sowie leerstehende Kneipen und Bars.

Die Stadt als Besitzerin der Passage zahlt dem Betreiber nach der im Juli 2015 vom Gemeinderat abgesegneten Schließung eine sechsstellige Summe als Entschädigung für den vorzeitig beendeten Mietvertrag.

Was passiert mit der Borelly-Grotte?

Ab Montag, 25. Juli, beginnen die Arbeiten für den barrierefreien Übergang in der Reichskanzler-Müller-Straße. Durch die verschobene Schließung haben die Passanten bis zum Abschluss der Maßnahme weiterhin eine Unterquerungsmöglichkeit“, erklärt die Stadt auf MANNHEIM24-Anfrage.

Die eigentliche bauliche Schließung der Kaiserring-Passage erfolgt dann Anfang September in provisorischer Form, damit die Rückbauarbeiten an der Gebäudetechnik ohne Behinderung durchgeführt werden können. Derzeit werden diese Arbeiten vorbereitet. 

Und wie sieht die endgültige Lösung aus?

Drei der vier Treppenaufgänge werden verfüllt, so dass diese Flächen dem öffentlichen Raum zur Verfügung stehen. Ein Treppenabgang bleibt für Wartungsarbeiten erhalten, da die Passage als technisches Brückenbauwerk zu sehen ist und regelmäßig kontrolliert werden muss“, so ein Rathaus-Sprecher.

Doch da dies umfangreiche Vorarbeiten erfordert, wird diese Maßnahme (Kosten 330.000 Euro) erst im Jahr 2017 umgesetzt. Bis dahin bleibt die provisorische Schließung bestehen.

Wichtig für alle Verkehrsteilnehmer: Gibt es seit zwölf Jahren bislang nur die eine Fußgängerampel zwischen den Quadraten L14 und L15 über die Bismarckstraße, soll eine zweite rund 50 Meter weiter Richtung Bismarckplatz in der Schwetzingerstadt installiert werden.

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pek

Quelle: Mannheim24

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