+

Es steht fest

Kein Nachtwandel 2016!

Mannheim-Innenstadt - Lange stand nicht fest, ob die Mannheimer den 13. Nachtwandel im Jungbusch feiern dürfen. Jetzt die ernüchternde Nachricht: Kein Nachtwandel 2016! Wie es jetzt weiter geht: 

Mehr als 30.000 Menschen besuchten den Nachtwandel im Jahr 2015 und machen ihn zu einem der erfolgreichsten in der zwölfjährigen Geschichte. Und trotzdem reichten die Spenden der zahlreichen Besucher, die statt Eintritt entrichtet werden konnten, nicht aus, um die Kosten der Veranstaltung zu stemmen. (WIR BERICHTETEN) Gerade mal die Kosten für Abfallentsorgung und Toiletten ließen sich dadurch decken.

Sowohl Besucher als auch die Gastronomie trugen mit freiwilligen Spenden in Höhe von insgesamt knapp 18.000 Euro zur Deckung der Allgemeinkosten von mehr als 100.000 Euro bei.

Die Zukunft des nächsten Nachtwandels war ungewiss... 

Jetzt die traurige Tatsache: 2016 wird der Nachtwandel das erste mal in zwölf Jahren nicht stattfinden. Die Finanzierung der Veranstaltung konnte nicht rechtzeitig gesichert werden.

Jungbusch-Fieber: Nachtwandel 2015!

„Die Durchführung des Nachtwandeln mit zu erwartenden Besucherzahlen in dieser Größenordnung ist unter den gegebenen Voraussetzungen 2016 nicht mehr möglich.“, schreibt die Stadt Mannheim am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

MANNHEIM24 fragt nach: Wieso setzt das Quartiermanagement nicht auf Investoren, um den Nachtwandel zu finanzieren?

Unterstützung von kommerziellen Investoren seien nicht im Sinne eines Gemeinschaftsfestes wie es der Nachtwandel ist, erklärt ein Sprecher der Stadt. Deswegen werde auch kein Eintritt verlangt. Den Weg über eine „Kommerzialisierung“ wollen die Veranstalter nicht gehen.

Die beliebte Veranstaltung im „Busch“, die sich bewusst vom ‚Stadtfestcharakter`abheben will, ist mit den Jahren schnell gewachsen. Am Anfang seien es noch rund 4.000 Menschen gewesen, im letzten Jahr 30.000. Mit mehr Menschen stiegen auch die Anforderungen an die Sicherheitskonzepte und die Planung der sanitären Anlagen würden komplizierter, so der Sprecher. Ein neues, funktionierendes Konzept für das Jahr 2016 sei so kurzfristig nicht möglich gewesen. 

Zukunftsaussichten

Dafür bemühen sich das Gemeinschaftszentrum Jungbusch und die Stadt Mannheim umso mehr, dass das Kunst- und Kulturfest im Jahr 2017 wieder stattfinden kann. In enger Abstimmung soll ein Konzept erarbeitet werden.

„Wir wollen mit dem neuen Finanzkonzept dem Nachtwandel seine stadtteilbezogene kulturelle Vielfalt erhalten sowie den gestiegenen Anforderungen durch die immer größer werdenden Besucherzahlen Rechnung tragen“, erklärt Kulturbürgermeister Michael Grötsch.

Neben dem freiwilligen Engagement aus dem Quartier, Eigenmittel des Trägers und der Sockelfinanzierung der Stadt Mannheim sollen zukünftig auch die zahlreichen Gastronomiebetriebe durch eine vorab erhobene Abgabe einen Anteil zur Finanzierung beitragen.

Außerdem soll der Ausbau der Besucher-Kampagne „Solispenden statt Eintritt“ sowie ein erweitertes Sponsoringkonzept sind weitere Elemente des neuen Plans. „Es gilt, die geplante Neuorganisation zu einer über mehrere Jahre tragfähigen Grundlage auszubauen“, erläutert Michael Scheuermann vom Trägerverein Gemeinschaftszentrum Jungbusch. „Um den Nachtwandel ab dem kommenden Jahr wieder erfolgreich realisieren zu können, müssen wir alle zur Verfügung stehenden Kräfte bündeln“, so Scheuermann.

Stadt Mannheim/kab

Quelle: Mannheim24

„Mannheimer Wichtel“ auf Tour in der Innenstadt

„Mannheimer Wichtel“ auf Tour in der Innenstadt

Das Techno-Festival ‚Toxicator‘ in der Maimarkthalle

Das Techno-Festival ‚Toxicator‘ in der Maimarkthalle

Schwerer Unfall zwischen Notarztwagen und Pkw

Schwerer Unfall zwischen Notarztwagen und Pkw

Kommentare