+
Die Mannheimer Grünen wollen Pappbechern den Kampf ansagen. (Symbolfoto)

Im Gemeinderat

Mannheimer GRÜNE fordern Pfandsystem für ToGo-Becher!

Mannheim – Na, heute auch auf die Schnelle ein Käffchen vom Bäcker an der Ecke oder von Starbucks & Co. geschlürft? Und den Pappbecher nach zehn Minuten schon wieder weggeworfen? Nicht gut!

Die Zahlen sind alarmierend – auch in Mannheim...

Unfassbar 320.000 Einweg-Kaffeebecher werden in Deutschland weggeworfen: Bestenfalls landen sie im Abfalleimer, oft jedoch auch auf dem Gehweg oder in Grünanlagen. 

Jedoch nicht etwa 320.000 Becher pro Tag, sondern pro Stunde!

Laut Deutscher Umwelthilfe macht dies 7,6 Millionen Pappbecher plus ebenso viele Kunststoffdeckel pro Tag. Ein riesiger Müllberg, der ganz einfach zu vermeiden wäre. Unser südlichen Nachbarn in Freiburg machen es Mannheim und dem Rest der Republik gerade innovativ vor. 

Im dortigen City-Bereich werden in derzeit 16 Cafés und Bäckereien für nur je einen Euro Pfand wiederverwendbare Mehrwegbecher verliehen – die „Freiburg Cups“.

Der Clou: Benutzte Becher können dann in jedem der teilnehmenden Gastrobetriebe zurückgegeben werden. Dort werden sie dann gründlich gespült und wiederverwendet – dies soll pro Becher bis zu 400 Mal möglich sein!

Und genau das wollen DIE GRÜNEN  in Mannheim auch erreichen! 
Wie ein Rathaus-Sprecher gegenüber MANNHEIM24 bestätigt, ging am 22. November bei OB Dr. Peter Kurz (SPD) und der Stadtverwaltung ein offizieller Antrag der Fraktion ein, der die Einführung für „ein Mehrweg-ToGo-System mit umweltfreundlichen Bechern in Absprache und Abstimmung mit den Mannheimer Anbietern von ToGo-Kaffee und anderen ToGo-Getränkesorten“ fordert.
GRÜNEN-Stadtrat Gerhard Fontagnier: „Auch in Mannheim sind die Mülleimer und Straßen voll davon. Die Produktion und der Müll der Wegwerfbecher belasten in hohem Maße unsere Umwelt. Die Trinkbecher bestehen meist aus beschichteter Pappe und einem Kunststoffdeckel, für ihre Herstellung werden große Mengen Holz, Wasser und Energie benötigt. 64.000 Tonnen Holz um die Pappe zu produzieren, 11.000 Tonnen Kunststoff und 1,5 Milliarden Liter Wasser werden für die Erzeugung der Becher im Jahr benötigt. Das Material lässt sich nicht recyceln und muss als Restmüll entsorgt werden.

Der Antrag steht am 14. Dezember im Betriebsausschuss Technische Betriebe auf der Tagesordnung – wir bleiben natürlich für Dich dran!

Wäre nicht das erste Mal, dass sich die Stadt Mannheim für Vermeidung von Abfall stark macht: Vor rund einem Jahr gab es speziell zur Kaffeebecher-Thematik eine Veranstaltung im Hauptbahnhof.

Unglaubliche 2,8 Milliarden ToGo-Becher werden in Deutschland pro Jahr verbraucht.

Am ‚Glücksrad‘ der Abfallwirtschaft Mannheim konnte man am 8. Dezember 2015 zwei Stunden lang 25 stylische Thermobecher gewinnen. „Die Kaffee-Einwegbecher verursachen in Deutschland pro Jahr 40.000 Tonnen Abfall. Auf diese Müllflut möchten wir die Pendler und Reisenden aufmerksam machen und sie dazu anregen, auf Thermobecher umzusteigen, als persönlichen Beitrag zur Abfallvermeidung“, so Eigenbetriebsleiter Dr. Stefan Klockow.

Beim Kampf gegen Plastiktüten sind wir doch auch vernünftiger geworden – nicht zuletzt dank erhobener Gebühren an den Kassen (WIR BERICHTETEN). 

>>> Umweltminister wollen Kaffeebecher-Flut stoppen

>>> Kommt mir nicht in die Tüte – Plastiktüten sind out!

>>> Gebühr für Plastiktüten im Einzelhandel soll kommen

pek

Quelle: Mannheim24

Feuerwehr löscht Wohnungsbrand in Oftersheim

Feuerwehr löscht Wohnungsbrand in Oftersheim

Luisenpark eröffnet neuen Indoorspielplatz

Luisenpark eröffnet neuen Indoorspielplatz

Das sind die modernisierten S-Bahnen

Das sind die modernisierten S-Bahnen

Kommentare