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Denis Kudla tritt bald in Rio an

Ringer-Hoffnung im Interview

Denis Kudla ringt bei Olympia um Gold

Metropolregion Rhein-Neckar/Rio -  Am 15. August tritt der Ringer Denis Kudla zum ersten Mal bei Olympia an. Ob er nervös ist, was er erreichen will und was er nach Olympia macht:

Denis Kudla ist gerade einmal 21 Jahre alt, aber ist jetzt schon auf der Erfolgsspur. Der gebürtige Pole, der beim VfK Schifferstadt aktiv ist, hat in diesem Jahr bereits EM-Bronze gewonnen und steht kurz vor seiner ersten Olympia-Teilnahme.

Bevor es nach Rio geht, hat MANNHEIM24 den Ringer zum Interview getroffen.

Frage: Sind Sie sehr nervös bzw. wie ist Ihre aktuelle Stimmungslage? Druck oder Vorfreude? 

Denis Kudla: „Ich bin im Moment nicht nervös. Es sind meine ersten Spiele und ich freue mich schon sehr darauf. Ich habe dieses Ziel seit meiner Kindheit.

Wie sammeln Sie Informationen über ihre Konkurrenz? Behalten Sie und Ihr Team diese stetig im Auge?

„Ich habe ein kleines Buch, in dem ich mir Notizen über meinen Gegner mache, also welche Griffe er zum Beispiel oft macht, was er gut kann und was ich dagegen tun sollte.“

Erster möchte natürlich jeder werden, aber was ist ihr Minimalziel? Welchen Platz wollen Sie definitiv erreichen?

„Auf jeden Fall will ich unter die Top Drei!“

Wovor haben Sie am meisten Angst beim Wettkampf?

„Ich habe keine Angst, ich freue mich einfach nur auf die Spiele. Wovor sollte ich auch Angst haben?“

Was fasziniert Sie so sehr an Ihrem Sport?

„Ringen verlangt viel ab. Man braucht viel Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. Zudem trifft man immer auf neue Gegner, die sehr unterschiedlich sind. Manche sind ruhiger, andere wiederum sind explosiv. Ringen ist vielseitig und es ist alles möglich, deswegen mag ich diesen Sport.“ 

Schauen Sie auch die Wettkämpfe anderer Teilnehmer aus Deutschland an? 

„Wir reisen am 11. August an und werden uns dann nur auf den Wettkampf konzentrieren können, der am 15. August stattfindet. Aber ich will am nächsten Tag Frank Stäbler zuschauen, er ist auch Ringer.“

Können Sie sich etwas Zeit nehmen, um Rio und Umgebung zu erkunden?

„Ja ab dem 16. August habe ich Zeit Rio mit meiner Familie und Freundin anzuschauen. Sie reisen extra mit und unterstützen mich.“

Sind Sie auf die Wetterumstellung schon gut vorbereitet? 

„Um ehrlich zu sein, bin ich im Moment noch nicht vorbereitet. Aber dort ist zur Zeit auch Winter, d.h. es wird eher frischer sein und dann werden vier Tage vor Ort reichen, um sich daran zu gewöhnen.“ 

Noch kurz einen Blick auf die Zeit nach Olympia: Was wollen Sie danach machen? Urlaub oder direkt weiter trainieren?

„Ich werde danach direkt operiert, da ich Probleme am Meniskus habe. Zwar könnte die OP noch warten, aber ich möchte das aus meinem Kopf haben. Danach werde ich zwei Wochen nichts machen bzw. nichts machen können. Aber es wird auch schon bald die Bundesliga los gehen, ab da wird es wieder weitergehen.“

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Fotos: Team Rio wird verabschiedet

jol


Quelle: Mannheim24

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