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Demo gegen Stellenabbau bei GE.

Demo gegen Stellenstreichung

Proteste gegen Job-Abbau bei General Electric

Mannheim - Rund 800 Beschäftigte des US-Konzerns General Electric (GE) haben am Standort Mannheim gegen geplante Stellenstreichungen in der Turbinenfertigung protestiert.

Die Beschäftigten versammeln sich am späten Montagvormittag vor dem Tor 6 von General Electric (GE) in Käfertal. Von dort ziehen sie in Richtung Marktplatz

In Mannheim soll GE-Plänen zufolge die Turbinenfertigung geschlossen werden; auch andere Bereiche wie Service, Einkauf und Wartung wären betroffen, sagte ein Sprecher von IG-Metall. Von insgesamt 1.800 Stellen sollen fast 1.100 wegfallen. 

Demo gegen Stellenstreichung

Wir werden das nicht hinnehmen, die Zeichen stehen auf Sturm“, sagt er. Die IG Metall kündigt an, bis vor das Arbeitsgeric ht Mannheim zu ziehen und sämtliche juristischen und politischen Mittel auszuschöpfen, um die Stellenstreichungen zu verhindern. Ein GE-Sprecher war am Montag zunächst nicht zu erreichen. 

GE hatte nach der Milliarden-Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom in Deutschland einen großen Stellenabbau angekündigt. Danach wären neben dem früheren Alstom-Standort Mannheim auch Stuttgart mit rund 250 Stellen betroffen sowie Bexbach im Saarland und Wiesbaden. Der GE-Konzern beschäftigt bundesweit rund 11.000 Menschen an mehr als 50 Standorten.

Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch, der am Montag ebenfalls an der Kundgebung auf dem Marktplatz teilnimmt, reagiert auf die aktuellen Entwicklungen: „Das Interesse unserer Stadt ist es, dass möglichst viele Arbeitsplätze und Funktionen am GE-Standort Mannheim verbleiben. Die Arbeitnehmerseite hat gemeinsam mit der IG Metall ein konstruktives Zukunftskonzept und Alternativszenarien zum Stellenabbau erarbeitet. Es ist bedauerlich, dass GE darauf bisher nicht eingegangen ist. Die pauschale Aussage, dass sich diese wirtschaftlich nicht rechne, ist nicht befriedigend. Die Frustration der Beschäftigten ist absolut nachvollziehbar und verständlich.“

Seitens der Stadtverwaltung wurde bereits eine Reihe von Gesprächen mit der GE-Geschäftsleitung ebenso wie mit der Arbeitnehmervertretung beziehungsweise der Gewerkschaft geführt. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Unsere Forderungen für den Erhalt des Werkes wurden auch der Geschäftsleitung für Deutschland und Europa sowie dem Vorsitzenden in den USA vorgetragen. Wir haben General Electric aufgefordert, zu prüfen, inwieweit zukunftsträchtige Arbeitsfelder des Konzerns nach Mannheim verlagert werden können, um das hohe Knowhow der Mitarbeiter an unserem Standort zu nutzen.“ Dabei wurden auch konkrete Felder in den verschiedenen Bereichen benannt, wie Industrie 4.0, Windenergieanlagen, Rückbau von Atomkraftwerken oder Medizintechnik. „Bis zum heutigen Tag haben wir hierauf keine Antwort erhalten. Ich hoffe, dass der Konzern interessierte Investoren nicht gleichermaßen behandelt. Es ist die Verantwortung des Konzerns, eine Kompensationsstrategie für Mannheim und die Arbeitnehmer zu entwickeln und dem gerecht zu werden“, fordert Grötsch.

Stadt Mannheim/dpa/rmx

Quelle: Mannheim24

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