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In Hamburg durchsuchen Polizisten die Al-Taqwa-Moschee.

Mannheim, Ludwigshafen, Schifferstadt

Islamisten-Razzia auch in Metropolregion!

Metropolregion – Ein Polizei-Großaufgebot durchsucht am Morgen Wohnungen und Büros der umstrittenen Vereinigung „Die wahre Religion“ – darunter sind auch Standorte in der Region.  

Bei der Großrazzia in insgesamt zehn Bundesländern wollen die Ermittler Organisatoren und Anhänger der radikal-salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“, die hinter den inzwischen verbotenen Koran-Verteilaktionen in verschiedenen deutschen Städten steht, ausfindig machen.

Dabei steht auch Rheinland-Pfalz im Fokus der Ermittler. In Ludwigshafen, Schifferstadt und Neuwied sind rund 40 Polizisten und Kommunalbeamte am Dienstagmorgen im Einsatz. 

„Sichergestellt wurden Kommunikationsmittel, Computer und Speichermedien", erklärt Innenminister Roger Lewentz (SPD). Ein bundesweites Verbot der islamistischen Vereinigung wertet er positiv.

Auch in Mannheim wurden Objekte durchsucht. Landesweit waren in Baden-Württemberg laut Innenministerium mehr als 100 Polizisten im Einsatz. Zu den Schwerpunkten wollte der Ministeriumssprecher zunächst nichts sagen, da die Aktionen noch liefen. Es habe Durchsuchungen gegeben und es seien Verbotsverfügungen überreicht worden.

Bundesweite Aktion 

Schwerpunkte der Polizeieinsätze, die um 6:30 Uhr zeitgleich in mehreren westdeutschen Bundesländern und Berlin begannen, waren Hessen mit knapp 65 Durchsuchungen - darunter allein 15 in Frankfurt am Main - sowie Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils fast 35 Polizeiaktionen. In Niedersachsen durchsuchten die Beamten mehr als 20 Liegenschaften, in Berlin fast 20, in Baden-Württemberg gut 15, in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und in Hamburg je etwa 5 und in Bremen eine. Auch gegen jeweils einen Moschee-Verein in Baden-Württemberg und Hamburg lagen Durchsuchungsbeschlüsse vor. In ostdeutschen Flächenländern gab es keine Durchsuchungen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beziffert die Zahl radikal-islamistischer Salafisten in Deutschland bis Ende Oktober auf 9.200 - Tendenz weiterhin steigend. Das Potenzial islamistisch-terroristischer Personen wird auf etwa 1200 Männer und Frauen geschätzt. Bis Ende vergangenen Monats waren nach Angaben der Sicherheitsbehörden 870 Menschen aus der Bundesrepublik in die IS-Kriegsgebiete in Syrien und im Irak ausgereist. Darunter waren etwa 20 Prozent Frauen.

sag/dpa

Quelle: Mannheim24

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