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Am Donnerstagmorgen gibt es laut Polizei keine neuen Erkenntnisse zum Brandanschlag in Limburgerhof.

Ganz Rheinland-Pfalz geschockt

Brandanschlag: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

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Limburgerhof – Nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Auch der Landtag wird sich mit den Geschehnissen befassen.

Ganz Rheinland-Pfalz ist geschockt - am Donnerstag geht die Suche nach den Hintergründen zum Anschlag auf das geplante Asylheim  weiter. Bereits wenige Stunden nach dem Feuer in dem Gebäude, in dem einmal Flüchtlinge unterkommen sollten, schließt die Staatsanwaltschaft einen technischen Defekt und eine Selbstentzündung aus.

Laut Oberstaatsanwalt Hubert Ströber sprechen Indizien für eine fremdenfeindliche Tat - etwa, dass es eine Flüchtlingsunterkunft getroffen hat. Die Strafverfolger berichten auch von Zeugen, die beobachtet hätten, wie zur Tatzeit in der Nacht auf Mittwoch ein schwarzer Wagen mit quietschenden Reifen losgefahren sei. Nun werde nach weiteren Zeugen gesucht.

Geplantes Asylheim: Brandstiftung auf Dach

Thema sind die Geschehnisse in Limburgerhof am Donnerstag auch bei der Sitzung des Innenausschusses des Landtages in Mainz - und zwar in Form eines Berichts der Landesregierung. Spitzenpolitiker waren am Mittwoch in die Pfalz gereist. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach von „keinem guten Tag“ für Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig betonte sie, dass das Land von einer Willkommenskultur lebe.

Dreyer fordert Unterstützung

Derweil geht angesichts steigender Asylbewerberzahlen die politische Debatte vor einem Spitzengespräch zur Flüchtlingspolitik an diesem Freitag im Berliner Kanzleramt weiter. Dreyer fordert erneut mehr Hilfe des Bundes. „Ich erwarte, dass sich der Bund mehr auf die Länder und Kommunen zubewegt und einen größeren strukturellen finanziellen Beitrag zur Unterbringung der Asylbewerber leistet“, sagt sie. Sie will erreichen, dass der Bund 9.000 Euro pro Flüchtling im Jahr zahlt.

CDU-Oppositionschefin Julia Klöckner fordert indes von der rot-grünen Landesregierung in Mainz, den Kommunen die Kosten für Unterbringung, Integration und Gesundheitsversorgung komplett zu erstatten. Rheinland-Pfalz rechnet in diesem Jahr mit 20.000 neuen Flüchtlingen.

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Quelle: Mannheim24

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