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Im völlig zerstörten Nissan stirbt der 28-Jährige.

Rechtskräftig

1 Jahr Jugendstrafe für Todesfahrer (21) von Leimen!

Leimen/Heidelberg – Weil er mit dem Sportwagen seines Kumpels (28) einen tödlichen Unfall baut, ändert das Landgericht die Bewährungsstrafe des Todesfahrers (21) in eine Jugendstrafe.

Den 15. November 2015 werden alle Beteiligten wohl nie in ihrem Leben vergessen...

Die Nacht, in der ein kleines Mädchen seinen Papa (†28) verliert, weil sein Freund mit dem Sportwagen des Getöteten einen schrecklichen Unfall baut.

Der 21-Jährige wurde Mitte Juli 2016 vom Amtsgericht Heidelberg wegen fahrlässiger Tötung zu einer einjährigen Bewährungsstrafe plus 3.000 Euro Geldstrafe verdonnert (WIR BERICHTETEN). Das Geld soll der inzwischen zweijährigen Tochter des tödlich Verunglückten zukommen.

Am Dienstag im Berufungsverfahren (Staatsanwaltschaft und Verteidigung gingen in Revision) am Landgericht das rechtskräftige Urteil: ein Jahr Jugendstrafe – jedoch ohne Bewährung!

Nachdem der Todesfahrer zwischenzeitlich beruflich bedingt sogar seinen Führerschein zurückbekam, ist er diesen jetzt los, da das Gericht eine zwölfmonatige Sperre ausgesprochen hat.

Rückblick

Der damals noch 20-Jährige donnert gegen 2:20 Uhr in seinem 280 PS starken Sportwagen mit Tempo 80 durchs nächtliche Leimen – laut Augenzeugen mitten auf der Rohrbacher Straße.

Als ein entgegenkommendes Auto ihm in letzter Sekunde ausweichen muss, verliert der Raser die Kontrolle und kommt ins Schleudern. Der Nissan Skyline (Rechtslenker) kommt rechts von der Fahrbahn ab, kracht an der Ecke Luisenstraße seitlich gegen einen massiven Oberleitungsmast der Straßenbahn.

Der nicht angeschnallte Beifahrer (28) wird in dem Wrack eingeklemmt, ist sofort tot. Doch selbst der Gurt hätte ihm nicht das Leben gerettet, wie ein Rechtsmediziner erklärt.

Der Unglücksfahrer selbst kommt mit schweren inneren Verletzungen in die Heidelberger Uni-Klinik. Wie es im Prozess heißt, habe bis heute noch keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Geschehen stattgefunden – deshalb auch die Anordnung einer Psychotherapie.

Tragisch: Wahrscheinlich wollte der (nüchterne) 20-Jährige seinem betrunkenen Freund (1,8 Promille) nur einen Gefallen tun und hat sich deshalb ans Steuer gesetzt, war jedoch mit dem hochmotorisierten Sportwagen nicht vertraut und völlig überfordert.

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pek

Quelle: Mannheim24

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