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Zwei Männer sind wegen Brandstiftung an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Herxheim angeklagt. 

Gebäude in Herxheim angezündet

Brand in Flüchtlingsunterkunft: Anklage gegen zwei Männer

Herxheim - Ein knappes Jahr nach dem Feuer in einem geplanten Flüchtlingsheim im südpfälzischen Herxheim hat die Staatsanwaltschaft zwei Männer wegen Brandstiftung angeklagt.

Ein 23-Jähriger und ein 33-Jähriger sollen Anfang Dezember 2015 auf das unbewohnte Gebäude gestiegen sein und mehrere Fensteröffnungen auf dem Dach aufgehebelt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Landau mitteilt.

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Von dort aus schütten sie den Ermittlungen zufolge mehrere Kanister Benzingemisch in das Gebäude und zündeten es an. Das Feuer richtete einen Schaden von rund 250.000 Euro an. Verletzte gibt es nicht. 

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Die Männer haben die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestanden. Sie seien verärgert über die Entscheidung gewesen, dass viele Flüchtlinge in Herxheim untergebracht werden sollten. Bei der Vernehmung hätten sie aber bestritten, ausländerfeindlich zu sein, berichtete die Anklagebehörde. Bisherige Ermittlungen haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft keinen Bezug der Männer zu rechtsgerichteten Parteien oder Gruppierungen ergeben.

In der gleichen Woche hatte im Dezember 2015 auch eine Unterkunft im Tribünengebäude des Herxheimer Waldstadions gebrannt, in dem neun Menschen lebten. 

Die Bürger Herxheims hatten nach den beiden Bränden in einer Kundgebung vor dem Rathaus Solidarität mit den Flüchtlingen gezeigt.

Kundgebung in Herxheim für Respekt und Toleranz

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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