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Durch den Einbruch in das Wildgehege gelangen die drei zahmen Rehe nach draußen.

Tierschutzverein Frankenthal bittet um Hinweise

Einbruch in Wildgehege: Drei handzahme Rehe verschwunden!

Frankenthal/Ludwigshafen - Weil Unbekannte sich am Zaun eines Wildgeheges zu schaffen machen, gelangen drei handzahme Rehe nach draußen. In freier Wildbahn können die Tiere nicht überleben!

Riesen Schock für das Team des Frankenthaler Tierschutzvereins! In der Nacht zum 1. Juli machen sich Unbekannte am Zaun eines Wildtiergeheges zu schaffen, entfernen ein rund zwei Meter langes Stück! Besonders tragisch: Die Täter suchen sich ausgerechnet das Gehege aus, in dem drei handzahme Rehe leben. Als die Mitarbeiter des Tierschutzvereins den Schaden bemerken, ist es bereits zu spät: Die Tiere sind spurlos verschwunden.

In der Erich-Putz-Anlage zwischen Frankenthal und Ludwigshafen leben auf rund 41.000 Quadratmetern Wildtiere aller Art, geschützt durch einen rund zwei Meter hohen Zaun. In dem Naturschutzgebiet finden auch viele Tierwaisenbabys, die als reine Handaufzuchten in freier Wildbahn nicht überleben könnten, ein neues Zuhause. So auch die drei Rehe.

Motiv unklar

Alle drei Rehe sind extrem auf den Menschen geprägt und können in freier Wildbahn nicht überleben.

Martina Dell, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Frankenthal, ist verzweifelt. Eines der Rehe bekam sie, als es nur etwa 1.800 Gramm wog, zog es mit der Flasche auf. „Die Tiere sind auf Menschen geprägt und zeigen nicht die Scheu eines Wildtieres“, erklärt Dell. Sie ließen sich aus der Hand füttern, sogar streicheln. Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn die zutraulichen Tiere einem Jäger vor die Füße liefen.

Seit die Rehe verschwunden sind, ist die Tierschützerin rund um die Uhr auf der Suche – bisher ohne Erfolg. Besonders gefährlich: Rund um das Naturschutzgebiet befinden sich nicht nur Felder, sondern in unmittelbarer Nähe auch die Bundesstraße. 

Der Tierschutzverein Frankenthal hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Warum genau die Unbekannten sich an dem Zaun zu dem 9.000 Quadratmeter großen Gehege zu schaffen machten, ist noch unklar. Laut Martina Dell handelt es sich dabei jedoch um eine mutwillige Aktion, bei dem der massive Zaun mit Werkzeug bearbeitet wurde. Hinweise, dass die Rehe innerhalb des Geheges verletzt wurden gibt es nicht. Sie wurden entweder ins Freie gescheucht, oder sind selbst nach draußen gelaufen.

Der Tierschutzverein bittet um Hinweise 

Wer die Tiere sieht oder in der Nacht zum 1. Juli etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich per Mail an info@frankenthaler-tierschutz oder bei der Polizei zu melden. Obwohl die Tiere an Menschen gewöhnt sind, sollten keine Versuche unternommen werden sie einzufangen oder zu treiben! Hundebesitzer werden gebeten, ihre Tiere im Studernheimer Feld rund um die Erich-Putz-Anlage anzuleinen. 

>>> Zur Seite des Frankenthaler Tierschutzvereins

kab

Quelle: Mannheim24

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