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Im Mai 2015 werden die „Schreitenden Pferde“, die einst vor Hitlers Reichskanzlei standen, in Bad Dürkheim beschlagnahmt. 

„Schreitende Pferde“ in Sonderausstellung

NS-Kunst: Staatsanwaltschaft muss Werke freigeben

Berlin/Bad Dürkheim - Der Staat der geplanten Sonderausstellung mit der in Bad Dürkheim beschlagnahmten NS-Kunst hängt derzeit von der Freigabe durch die Staatsanwaltschaft ab.

Ein konkreter Termin für die Ausstellung ist nicht in Sicht. „Der Zeitpunkt hängt von der Freigabe der Kunstwerke durch die Staatsanwaltschaft Berlin und der Herausgabe an die Bundesrepublik Deutschland ab“, teilt ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auf Anfrage der dpa mit.

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Hintergrund

Die monumentalen Objekte werden im Mai 2015 in einer Lagerhalle in Bad Dürkheim beschlagnahmt. (WIR BERICHTETEN) Dazu gehören gehören die bronzenen „Schreitende Pferde“ von Josef Thorak sowie Werke der NS-Bildhauer Arno Breker und Fritz Klitsch.

Der Mann, der die Halle gemietet hat, erklärt, er habe die Werke rechtmäßig gekauft. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen weißt sie dem Bund zu. Eine Klage des Mannes weist das Verwaltungsgericht Berlin als unzulässig ab. Wer Eigentümer sei, müssten die Zivilgerichte klären.

„Geplant ist, dass die Stiftung Topographie des Terrors zusammen mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin in einer Sonderausstellung Teile der Skulpturen öffentlich zeigt“, betont Grütters Sprecher. Das sei ein unerlässlicher Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Diktatur.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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