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Der britische Sänger und Rockmusiker Sting steht bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises am Ende der Sendung mit Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß (l) und der Moderatorin Carolin Kuhn vom Berliner Spreeradio auf der Bühne.

Sting war Star des Abends

Viel Show fürs Radio: Die Gewinner des Deutschen Radiopreises

Hamburg - Am Donnerstag wurde der Deutsche Radiopreis verliehen. In der Show feierten Deutschlands Radiomacher ihre Besten und hatten auch einen Sonderpreis für den Superstar des Abends parat.

Große Bühne für Deutschlands Radiomacher: Die Verleihung des Deutschen Radiopreises haben öffentlich-rechtliche und private Sender gemeinsam mit einer Gala im Hamburger Hafen gefeiert. Musiker wie Sting und Matt Simons sorgten für Stimmung, Moderatorin Barbara Schöneberger lieferte lockere Sprüche und prominente Laudatoren überreichten die Trophäen. EU-Kommissar Günther Oettinger sowie die Fernsehjournalistinnen Anne Will und Dunja Hayali kamen als Gratulanten. Zur Live-Übertragung aus dem Schuppen 52, einer ehemaligen Lagerhalle, hatten sich 57 Radioprogramme angemeldet.

Star des Abends war Sting, der nicht nur eine Single aus seinem im November erscheinenden Album („57th & 9th“) vorstellte, sondern - kurz nach seinem 65. Geburtstag - auch einen Sonderpreis für sein Lebenswerk mitnahm. Die Laudatio auf den Briten hielt Moderatorin Schöneberger als Fan gleich selber. „Er ist der Edelmann unter den Popstars, ein Intellektueller, ein Genie“, sagte die 42-Jährige, die sich zuvor schon hinter der Bühne „in Rage geatmet“ hatte. Als Sting auf die Bühne kam, erhoben sich erstmals an diesem Abend alle Zuschauer von ihren Stühlen.

"Sternstunde des investigativem Journalismus"

Der Bekanntheitsgrad der Nominierten und Gewinner beim Radiopreis beschränkte sich derweil meistens auf ihr Sendegebiet. Simone Panteleit gehörte da noch zu den Ausnahmen, war sie doch jahrelang im Sat.1-Frühstücksfernsehen zu sehen. Beim Radiopreis siegte sie als beste Moderatorin (Berliner Rundfunk 91,4/„Unsere 5 für Berlin“). Mit ihren Absatzschuhen und Trophäe in der Hand verließ sie die Bühne, nachdem sie EU-Kommissar Oettinger versprochen hatte, dass ihr Sender den Song „Massachusetts“ der Bee Gees spiele - den vermisse er im Radio, hatte der Politiker zuvor erzählt.

Oettinger hielt die Laudatio auf das beste Nachrichten- und Informationsformat und gratulierte in dieser Sparte NDR Info zu einer „Sternstunde des investigativem Journalismus“ bei den „Panama Papers“. Fast 400 Journalisten weltweit hatten jene Dokumente über Briefkastenfirmen ausgewertet, aus Deutschland waren Reporter von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ beteiligt. Der NDR gehörte auch zu den acht Hamburger Radiosendern, die mit ihrer Programmaktion überzeugten: Gemeinsam hatten sie am 12. September 2015 ihre laufenden Sendungen für eine Aktion gegen Fremdenhass unterbrochen.

Das sind die Gewinner

Insgesamt elf der undotierten Auszeichnungen wurden vergeben, 33 Nominierte waren aus 360 Einreichungen ausgewählt worden. Jascha Habeck (hr-iNFO/„Primetime“) holte sich den Preis als bester Moderator. Das beste Interview führte aus Sicht der Jury Steffi Neu (WDR 2), die im „MonTalk“ mit Entertainer Thomas Gottschalk sprach - und zwar „auf Augenhöhe“, wie die Juroren befanden, „mit ebenso viel Witz, wie auch tiefgehenden Momenten“. In der Kategorie Morgensendung triumphierten „Arno & die Morningcrew - Berlins lustigste Morgensendung“ (104.6 RTL Berlins Hit-Radio).

Weitere Gratulanten auf der Bühne der Radiomacher waren etwa die Moderatoren Bärbel Schäfer und Marco Schreyl. Schauspielerin Wörner sprach mit Schöneberger über das „Kino im Kopf“, das Hörfunk-Reportagen auslösen können - so wie Dominik Schottner (DRadio Wissen/„Einhundert“). Er hatte sich für „Danke. Ciao!“ auf Spurensuche im Leben seines Vaters begeben, der an seiner Alkoholkrankheit gestorben war. „Passen Sie auf sich auf und passen Sie auf Ihre Lieben auf, bevor es zu spät ist“, wandte er sich an das Publikum.

Nächstes Jahr geht es in die Elbphilharmonie

Stifter des zum siebten Mal vergebenen Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Die Gewinner kürte eine Jury des Grimme-Instituts. Im nächsten Jahr soll die Verleihung in der Elbphilharmonie über die Bühne gehen - das Konzerthaus eröffnet im Januar. „Wir haben jetzt im siebten Jahr vom Schuppen 52 auf die Elbphilharmonie geguckt. Nun möchten wir einmal den umgekehrten Blick genießen“, erklärte Joachim Knuth, Vorsitzender des Radiopreis-Beirats und Hörfunk-Programmdirektor beim NDR.

dpa

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