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Mortal Kombat XL ist die erweiterte Fassung des vor überzeichneten Gewaltdarstellungen triefenden Prügelspiels Mortal Kombat X.

Prügelspiel

Mortal Kombat XL im Test: Jetzt mit Horror-Legenden

München - Mit Mortal Kombat XL hat Warner Bros. eine erweiterte Fassung des vor überzeichneten Gewaltdarstellungen triefenden Prügelspiels Mortal Kombat X herausgebracht, das 2015 erschienen ist. Zum Test.

Überraschenderweise wurde das Spiel bis heute nicht indiziert. Mortal Kombat XL ist im Pronzip eine "Game of the Year"-Edition. Das Spiel enthält alle bereits erschienenen Download-Inhalten sowie das neue Kombat Pack 2. Eines vorweg: Die Zusatzinhalte liegen dem Spiel als Code bei, den man zunächst eingeben muss, um ein Update zu aktivieren.

Was ist also geboten? Neben dem Hauptspiel alle DLCs. So sind unter anderem die Charaktere Tremor und Tanya aus dem ersten Kombat Pack als spielbare Kämpfer mit von der Partie.

Ein besonderes Zuckerl für Fans sind die Kämpfer aus den Horror-Filmreihen: Jason Vorhees ("Freitag der 13.") und der Predator waren ja schon DLC-Charaktere. Neu hinzugekommen sind Leatherface ("Texas Kettensägen-Massaker") und der Xenomorph aus der "Alien"-Filmreihe. Jason und Leatherface sind ziemliche Grobmotoriker wohingegen das Alien extrem flink daherkommt (und durch seine Säure-Angriffe ein extrem unangenehmer Charakter ist). Der Predator wird durch seine Gadgets (wie den Unsichtbarkeitsmodus) und seine Waffen (Laserkanone) zu einem ziemlich coolen Charakter.

Aus dem Kombat Pack 2 sind außerdem der Cyborg-Kämpfer Triborg (eigentlich vier Kämpfer in einem) sowie der Trunkenbold Bo’Rai Cho Mit von der Partie. Zudem bietet Mortal Kombat XL das mehrarmige Monster Goro als spielbaren Charakter. Hinzu kommen das bislang unveröffentlichte "Apocalypse Skin Pack", das "Samurai Skin Pack", das "Brazil Skin Pack" (heuer ist ja Olympia in Rio), das "Kold War Skin Pack" sowie den Kold War Scorpion Skin.

Insgesamt bietet Mortal Kombat XL 33 Kämpfer die durch ihre verschiedenen Skins und Kampfstile für Hardcore-Gamer eine enorme Variante an Duellen ermöglichen. Für Casual-Gamer, die sich bevorzugt mit ihren Freunden kloppen, bietet das Spiel ohnehin monatelangen Spaß.

Mortal Kombat XL überzeugt durch großartige Spielbarkeit

Was die Spielbarkeit angeht, so gilt für Mortal Kombattant XL nichts anderes als für Mortal Kombat X: Die Schläge und Tritte gehen wunderbar intuitiv und flüssig von der Hand. Auch absolute MK-Neulinge haben den Dreh schnell raus und die verschiedenen Special Moves nach wenigen Minuten drauf. Zumal eine Tabelle im Pausenmodus sämtliche Moves auflistet (und später auch die Fatalities, sobald diese einmal mit den entsprechenden Tastenkombinationen aktiviert wurden). Zu Martial-Arts-Moves kommen mehrere Nahkampf und Wurf-Attacken. Zudem lässt sich die Umgebung in die Matche einbeziehen. Was immer besonders lustig aussieht. Etwa wen man sich einen Passanten packt und diesen als Wurfgeschoss missbraucht. Einen Block kann man mit dem richtigen Timing und einer gefüllten Spezialleiste als Combo-Breaker nutzen. Wer Bock hat, kann im Training experimentieren, an welchen Frames der Trefferanimation man einsetzen kann, um den Gegner nachhaltig zu beharken. Das Trainingscenter bei Mortal Kombat XL bietet alle Möglichkeiten um die komplette Auswahl an Kombos und Fatalities auszuprobieren. Die Fatalities sind natürlich seit jeher für Fans der Mortal-Kombat-Reihe die Kirsche auf der Torte: Tödliche Finishing Moves, die sich durch besonders überzeichnete Gewaltdarstellungen auszeichnen. Hinzugekommen sind wieder die Brutalities, die im Prinzip extrem erweitere (und wie der Name schon sagt: brutale) Combos sind. Und dann gibt es noch die X-Ray-Strikes, bei denen Knochen in Röntgenansicht brechen. Keine Frage: Mortal Kombat XL gehört - wie jedes Spiel der Reihe - keinesfalls in Kinderhände. Erwachsene mit schwarzem Humor dürften sich über die bis ins Lächerliche überdrehte Gewalt allerdings auf das Köstlichste amüsieren.

Was die Story angeht, so hat sich im Vergleich zu Mortal Kombat X nichts geändert. Dieses spielte bekanntlich 25 Jahre nach dem Vorgänger und führte sogar den Nachwuchs bekannter Charaktere ein. Etwa Cassie Cage, die Tochter von Johnny Cage und Sonya.

Prügel-Fans, die bislang noch keine Berührung mit Mortal Kombal X hatten (was doch eher unwahrscheinlich ist) können bei Mortal Kombat XL bedenkenlos zugreifen. Sicherlich derzeit der beste Prügler auf dem Markt.

Für PS4 und XBox 360

Altersfreigabe: Ab 18 Jahren 

Preis: Rund 40 Euro

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