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Experten der Gewerbeaufsicht werden in wenigen Tagen eine neue Anlage für Kunststoffvorprodukte der BASF unter die Lupe nehmen. (Symbolbild)

Neue Anlage wird überprüft

Nach Giftunfall: BASF-Inspektion schon in wenigen Tagen

Ludwigshafen/Mainz – Die von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) angekündigte Inspektion beim Chemieriesen BASF soll in der kommenden Woche über die Bühne gehen.

Das teilte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage mit. Dabei werden Experten der Gewerbeaufsicht eine neue Anlage für Kunststoffvorprodukte unter die Lupe nehmen und unter anderem auf Anlagensicherheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz überprüfen

In einer Sicherheitskammer der sogenannten TDI-Anlage war im Juni ein Gemisch aus Stickstoff und dem giftigen Gas Phosgen ausgetreten. (WIR BERICHTETEN) 

Eine Gefährdung der Bevölkerung war laut BASF ausgeschlossen. Zwei Mitarbeiter hätten sich laut BASF in Sicherheit bringen können und den Vorfall unbeschadet überstanden. Ein Austritt von Phosgen in die Umwelt oder eine Gefährdung der Bevölkerung sei wegen der Schutzmaßnahmen ausgeschlossen gewesen. 

Anfang September ist bei einem Arbeitsunfall in der südkoreanischen Fabrik des Chemie-Riesen ein Mitarbeiter in Kontakt mit Phosgen geraten und an den Folgen gestorben. (WIR BERICHTETEN)

Bei der Ankündigung der Kontrolle hatte das Ministerium vergangene Woche auch auf einen „Bild“-Bericht hingewiesen, wonach in einem internen BASF-Papier angeordnet worden sei, keine Behörden oder externen Ärzte über den Fall zu informieren. BASF distanzierte sich von den Schreiben, die dem Unternehmen nicht bekannt seien. 

Wie viele Produktionsaustritte wurden bisher gemeldet?

Bei der BASF wurden 2016 bislang 14 Produktaustritte gemeldet – das Phosgen-Gemisch gehört jedoch nicht dazu. 2015 waren es 13 Fälle. Eine Sprecherin sagte, es seien viele Anlagen gebaut und in Betrieb genommen worden. Bei der Inbetriebnahme sei das Risiko größer.

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dpa/kp

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