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Seit dem Großbrand einer Lagerhalle auf der Parkinsel vor genau drei Jahren liegt der ehemalige Brandort brach.

Zukunft des Areals weiter unklar

Parkinsel-Inferno jährt sich zum dritten Mal

Ludwigshafen-Süd – Es war einer der spektakulärsten Brände in der jüngeren Geschichte der Stadt – am 22. Juni 2016 ist der Großbrand auf der Parkinsel drei Jahre her. Was hat sich seitdem getan?

Inzwischen erinnert nichts mehr an das Inferno mit Milionenschaden vom 22. Juni 2013. Längst wurden der Trümmerberg beseitigt, der Boden asphaltiert. Ein Schutzzaun und ein Schild mit der Aufschrift „Baustelle betreten verboten“ versperrt die Sicht auf die triste Brachfläche.

Tut sich nichts! Das Brachland drei Jahre nach dem Großbrand

Über die Zukunft des 9.500 Quadratmeter großen Areals herrscht allerdings auch drei Jahre nach dem Unglück noch Unklarheit (WIR BERICHTETEN).

Fest steht seit Herbst 2015, dass zumindest die abgebrannte Lagerhalle nicht wieder aufgebaut werden soll (WIR BERICHTETEN).

Immernoch Thema, weil ohne endgültige offizielle Stellungnahme: Im Oktober 2015 bestätigte eine Rathaus-Sprecherin gegenüber LUDWIGSHAFEN24, dass das Land Rheinland-Pfalz dort – nach über 85 Jahren in der Wittelsbachstraße – den Bau eines neuen Polizeipräsidiums plant.

Rückblick

22. Juni 2013: Die 200 Meter lange Lagerhalle einer Spedition brennt lichterloh - darin 4.800 Tonnen Styroporgranulat der BASF. Eine kilometerhohe Rauchsäule steht über der Parkinsel. Ascheregen rieselt auf das gesamte Umland nieder. Gesamtschaden rund 20 Millionen Euro!

Zwei Jahre her: Das Inferno auf der Parkinsel

Dennoch betonen die Behörden: „Keine Gesundheitsgefährdung“ - Anwohner haben da jedoch so ihre Zweifel. Mehr als 16 Stunden kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen. Aus Sicherheitsgründen wurde sogar das benachbarte Filmfestival abgebrochen.

In der angrenzenden Hafenstraße müssen 2.300 Anwohner ihre Häuser verlassen, werden von Polizei und Feuerwehr evakuiert. Durch die enorme Hitzeentwicklung werden Türen und Fenster an Wohnhäusern beschädigt.

Brandursache: Vermutlich ein technischer Defekt an der Solaranlage auf dem Dach. 

sag/pek

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