+
Blaualgen haben sich im Großparthweiher gebildet (Symbolfoto).

Hundehalter, Taucher und Angler aufgepasst

Giftige Bakterien im Großparthweiher!

Ludwigshafen-Oggersheim - Geschwommen wird im Großparthweiher schon lange nicht mehr – trotzdem sollten gerade Hundehalter, Taucher und Angler aufpassen!

Das Wasser des Großparthweihers ist seit kurzer Zeit eingetrübt – nicht ohne Grund: Was so unschön aussieht, weist auch auf einen ‚unschönen‘ Umstand hin. Im Wasser haben sich nämlich vermehrt Cyanobakterien, früher Blaualgen genannt, gebildet. Die Bakterien sind in der Lage, Gifte zu produzieren, die die Leber schädigen und darüber hinaus Haut- und Schleimhautreizungen, Brechdurchfälle und Atemnot auslösen können. Ein Kontakt mit dem Wasser sollte deshalb unbedingt vermieden werden. 

Der Großparthweiher ist seit 2012 kein Badegewässer mehr – wird aber für den Tauchsport und von Anglern genutzt. Taucher sollten beim Auftreten erster Symptome gesundheitlicher Beeinträchtigungen den Großparthweiher sofort verlassen. Angler, die regelmäßig Fische aus dem Großparthweiher verzehren, sind dem Risiko von Leberschäden ausgesetzt, da die Cyanobakteriengifte nicht nur in den Innereien der Fische, sondern auch in deren Muskelfleisch eingelagert werden. Die Gifte sind hitzestabil und werden auch durch Tiefgefrieren nicht zerstört. 

Hundehalter sollten darauf achten, dass ihre Tiere kein Wasser aus dem Weiher trinken. 

Die Mitarbeiter des städtischen Bereiches Umwelt prüfen zusammen mit dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, welche Maßnahmen eingeleitet werden können, damit sich das Weiherwasser wieder regeneriert.

Stadt Ludwigshafen/mk

Mehr zum Thema

Impressionen vom „Bürgerdialog“ zum BASF-Unglück

Impressionen vom „Bürgerdialog“ zum BASF-Unglück

Nach Leichenfund: Ermittler suchen weiter nach Spuren 

Nach Leichenfund: Ermittler suchen weiter nach Spuren 

Erste Fotos direkt von der Unglücksstelle

Erste Fotos direkt von der Unglücksstelle

Kommentare