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Kurt Bock, Sigmar Gabriel, Eveline Lenke, Eva Lohse und Malu Dreyer eröffnen die Anlage symbolisch am Dienstag.

Bisher teuerste Investition

BASF nimmt Milliarden-Anlage in Betrieb

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Ludwigshafen – Am Dienstag geht die bisher größte Investition des Chemieriesen, eine neue TDI-Anlage, ans Netz. Stolz präsentiert das Unternehmen die Anlage am Dienstag im Stammwerk.

TDI wird für Polyurethan-Kunststoffe verwendet, die beispielsweise in der Auto- und Möbelindustrie verwendet werden –  BASF erwartet in den kommenden Jahren eine steigende Nachfrage nach diesen Grundprodukten.

Die Anlage konnte erst s päter als geplant in Betrieb genommen werden – unter anderem, weil im Februar 2013 auf dem Gelände eine Weltkriegsbombe detoniert ist. Ein Arbeiter wurde dabei verletzt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) freut sich über die Investition: In Deutschland müsse mehr Geld in Forschung und Entwicklung fließen – das bisherige Ziel sei es, jährlich drei Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) zu investieren. Konkurrenten wie Südkorea setzten sich noch höhere Ziele, und auch Deutschland müsse in den kommenden Jahren einen Forschungsanteil von 4 bis 4,5 Prozent am BIP anstreben. „Nur dadurch halten wir Arbeitsplätze in unserem Land.“

Standorttreue

Die neue BASF-Anlage kann pro Jahr mehr als 300.000 Tonnen TDI produzieren, das ist laut BASF ein Zehntel des Weltbedarfs. Es entstehen 200 neue Stellen. 

Gabriel findet, das sei ein „kaum zu übersehendes Zeichen für die Standorttreue“. Nach Angaben von BASF-Vorstandschef Kurt Bock erhielt der Standort wegen seiner besseren Verbundstruktur den Zuschlag vor dem BASF-Werk Antwerpen.

„Wermutstropfen“ sei, dass 2016 eine kleinere TDI-Anlage am BASF-Standort im brandenburgischen Schwarzheide stillgelegt wird. Die 100 Mitarbeiter sollen in neuen Anlagen eingesetzt werden.

dpa/sag

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