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Umweltminister Franz Untersteller (re.) überreicht den Preis an Ralf Bernich. 

„Leitstern Energieeffizienz“

Heidelberg erhält  Sonderpreis des Landes

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Stuttgart/Heidelberg - Besondere Ehre für die Stadt: Heidelberg hat am Mittwochabend den Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg für Netzwerk zum Klimaschutz erhalten.

Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (B90/Grüne) hat die Stadt Heidelberg am Mittwochabend in Stuttgart mit dem „Leitstern Energieeffizienz“ ausgezeichnet. 

Im Landeswettbewerb für Stadt- und Landkreise wurde Heidelberg ein Sonderpreis in der Kategorie „Vernetzung/Kommunikation“

Mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ entwickelte die Heidelberg Konzepte, mit denen die gesamte Stadtgesellschaft für Energieeffizienz motiviert werden soll. Ein Netzwerk sorgt dafür, dass sich relevante Akteure wie Handwerker, Architekten, Planer und Berater fachlich austauschen, Effizienzpotenziale heben und Reibungsverluste zwischen den Fachgebieten vermindern. 

Jury von Bürgerbeteiligung überzeugt

Bei der „mitgestaltenden Bürgerbeteiligung“ mit Bürgerkonferenzen und Jugendklimagipfel erarbeiten Jung und Alt zukunftsträchtige Konzepte. Darüberhinaus will die Stadt verstärkt Bürger mobilisieren, die bislang nicht mitmachten. 

Zudem wird die Qualität von energetischen Sanierungen verbessert und gleichzeitig die Sanierungsrate bereits seit vielen Jahren durch ein Netzwerk von Energieberatern erhöht, die interessierte Bürger beraten.

Die Jury beeindruckte dieser ganzheitliche Ansatz, die Vernetzung der Fachleute und die Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger.

Mit dem Heidelberg-Kreis Klimaschutz & Energie und seinen sieben Facharbeitskreisen hat Heidelberg starke Netzwerke für den Klimaschutz, in denen Vertreter der Wirtschaft, der Hochschulen, des Handwerks, des Verkehrssektors, der Umweltverbände und Bürgerinnen und Bürger sich für den Masterplan 100% Klimaschutz engagieren und vielfältige Projekte realisieren“, sagt Ralf Bermich, Leiter der Abteilung Energie bei der Stadt Heidelberg, der den Preis in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner entgegennahm.

Bereits 2014 war Heidelberg bei der Premiere des Wettbewerbs mit einem Sonderpreis als „Bester Stadtkreis“ ausgezeichnet worden (WIR BERICHTETEN).

Den ersten Platz beim Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ erhielt der Landkreis Böblingen vor dem Rems-Murr-Kreis und dem Zollernalbkreis. Sonderpreise erhielten neben Heidelberg auch die Stadt Karlsruhe (effiziente Stromnutzung) und der Rems-Murr-Kreis (Fuhrpark/Mobilität).

Kreise als Wegbereiter der Energiewende 

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hob die wichtige Rolle der Kreise als Schrittmacher bei Klimaschutz und Energiewende hervor: „Dass Landkreise und Städte im Bereich Energieeffizienz viel leisten können, war mir durchaus bewusst. Dass aber bereits so viele gute Aktivitäten laufen, ist beeindruckend. Die guten Beispiele und das gute Vorbild, davon bin ich überzeugt, wirken in die Bevölkerung, die Gemeinden und die Wirtschaft hinein.

Kriterium Energieeffizienz

Entscheidend für die Bewertung der Stadt- und Landkreise sind die Maßnahmen und Aktivitäten, die sie bei der Energieeffizienz umsetzen und die damit erzielten Erfolge. Dafür hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) einen Kriterienkatalog entwickelt. 

Unter anderem flossen Daten zum Energieverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften, Effizienzmaßnahmen sowie Beratungs- und Informationsangebote in das Ergebnis ein. Zusätzlich wurden kreisscharf Statistiken zum Energieverbrauch verschiedener Sektoren ausgewertet und untersucht, wie viel öffentliche Förderprogramme die Kreise nutzen.

Hintergrund „Leitstern Energieeffizienz“

Der „Leitstern Energieeffizienz“ wird seit 2014 vom baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft für besondere Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz vergeben. 

Der Wettbewerb ist ein Projekt des Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung. Es wird im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) umgesetzt. 

Stadt Heidelberg/rmx

Quelle: Heidelberg24

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