+
Auch in Heidelberg könnten Windräder gebaut werden (Symbolfoto). 

Zwei Standorte übrig

Windkraft: Gemeinderat billigt Stellungnahme

Heidelberg - Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Konzentrationszonen für Windkraftanlagen festgelegt. Von ursprünglich sieben sollen zwei geprüft werden.

Die Stadt wird dem Nachbarschaftsverband Mannheim-Heidelberg auftragen, die Standorte „Drei Eichen“ und „Kirchheimer Mühle“ weiter als Konzentrationszonen für Windkraftanlagen zu prüfen. 

Das ist das Ergebnis der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, in der die Stadträte namentlich über die beiden verbliebenen Standorte abstimmten. Die Räte stimmten für eine weitere Prüfung von „Drei Eichen“ (27:19 Ja/Nein-Stimmen) und Kirchheimer Mühle (28:18). 

Damit stimmten die Räte auch der Stellungnahme der Stadt Heidelberg an den Nachbarschaftsverband zu. Darin fordert die Stadt den Nachbarschaftsverband auf, rechtlich zu klären, ob die Regelung auf eine Mindestanzahl von drei Windrädern pro Standort im Einzelfall auch auf ein oder zwei Windräder abgeändert werden kann.

In der Aussprache fragte Karlheinz Rehm (Heidelberger), warum man den Standort Kirchheim überhaupt wähle, obwohl es dort kaum Windaufkommen gebe und der Artenschutz-Bericht noch ausstehe. Dr. Simone Schenk (FWV) ergänzte, dass man sich überlegen müsse, ob „Windkraft in Heidelberg überhaupt sinnvoll sei“, wenn von ursprünglich sieben möglichen Gebieten nur noch zwei übrig blieben.

Übrige Waldstandorte bereits im Februar ausgeschlossen

Die Waldstandorte „Hoher Nistler“, „Weißer Stein Süd“, „Lammerskopf“ und „Auerhahnkopf“ wurden bereits im Februar als ungeeignet für Windenergie-Konzentrationszonen eingestuft. Vor einer endgültigen Freigabe der verbliebenen StandorteDrei Eichen“ und „Kirchheimer Mühle“ müssen noch offene Fragen (Windgutachten, Artenschutzbericht) durch den Nachbarschaftsverband geprüft werden.

Zudem bittet Heidelberg in der Stellungnahme die Nachbargemeinden Dossenheim und Schriesheim aus „ökologischen Gründen und zum Schutz des Landschaftsbilds“ von der Konzentrationszone „Am langen Kirschbaum“ Abstand zu nehmen.

Geteiltes Bild in den Bezirksbeiräten

In der Sitzung der „betroffenen“ Bezirksbeiräte Boxberg, Emmertsgrund, Kirchheim und Rohrbach am 23. Juni sagte Bürgermeister Wolfgang Erichson, man müsse den Flächennutzungspla n Windenergie als ‚Positivplan‘ verstehen: Wenn man sich im Nachbarschaftsverband darauf einigen könne, vereinzelt Standorte für Windkraftanlagen auszuweisen, sei im Umkehrschluss an allen anderen Standorten die Aufstellung von Windrädern auch in Zukunft unzulässig.

Anfang Juni hatte sich herauskristallisiert, dass der avisierte Standort „Grenzhof Ost“ nicht mehr verfolgt wird. Für die Flugsicherung des Regierungspräsidiums Karlsruhe ist der Standort in der Nähe des Uniklinikums Heidelberg ungeeignet, da der dortige Luftraum stark von Rettungshubschraubern genutzt wird (WIR BERICHTETEN).

Die Bezirksbeiräte vom Emmertsgrund und aus Rohrbach hatten sich für die Standorte an der Kirchheimer Mühle und „Drei Eichen“ ausgesprochen, die Beiräte aus Boxberg und Kirchheim waren für ihre Streichung von der Liste potentieller Standorte.

In der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Verkehrssauschuss wurde der Standort Drei Eichen auf Antrag der Grünen um das Flora Fauna Habitat (FFH)-Gebiet verkleinert. 

So gehts weiter

Die Stadt hat bis zum 29. Juli Zeit, die Stellungnahme bezüglich der Konzentrationszonen auf Heidelberger Gemarkung beim Nachbarschaftsverband einzureichen.

Eine Verbandsversammlung des Nachbarschaftsverbands soll im November darüber entscheiden, welche Flächen im Verbandsgebiet als Konzentrationszonen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Nach einer anschließenden zweiten Beteiligungsrunde für Öffentlichkeit, Gemeinden und Behörden wird der Plan durch eine Verbandsversammlung festgestellt und zur Genehmigung an das Regierungspräsidium Karlsruhe übergeben.

>>> Unser Hintergrundartikel erklärt, worum es beim Thema „Windkraft Rhein-Neckar“ geht.

rmx

Quelle: Heidelberg24

Das zünftige Richtfest beim Luxor-Filmpalast

Das zünftige Richtfest beim Luxor-Filmpalast

Hoch über dem neuen Luxor-Filmpalast

Hoch über dem neuen Luxor-Filmpalast

Deine Stadt - Dein Foto: Das ist der HEIDELBERG24-Kalender!

Deine Stadt - Dein Foto: Das ist der HEIDELBERG24-Kalender!

Kommentare