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Erste Konzepte für „Mark Twain Center“ in Planung (Symbolbild). 

Erste Pläne 

Neues Zentrum für deutsch-amerikanische Beziehungen 

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Heidelberg-Südstadt – Zur Dokumentation und Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen plant die Stadt Heidelberg ein Museum. Erste Konzepte für das „Mark Twain Center“ stehen bereits.

In den Campbell Barracks befindet sich nach dem Zweiten Weltkrieg das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in Europa. „Dieser Ort hat eine weltgeschichtliche Relevanz. Unsere Stadt erlebte aus nächster Nähe den Wandel des deutsch-amerikanischen Verhältnisses – wie aus Feinden enge Freunde und Partner wurden“, erklärt Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. 

Nun entsteht auf dem Areal der Campbell Barracks in der Südstadt das Museum „Mark Twain Center“. 

Im Sinne der transatlantischen Beziehungen soll dort die Geschichte erforscht und dokumentiert werden. Es soll aber auch ein Haus sein, in dem die Verbundenheit zwischen Deutschland und den USA in Zukunft gelebt und vertieft wird. „Wir sehen in dieser Stadt und in diesen Räumen das Potenzial für einen Ort der Begegnung, des kulturellen Austauschs und der künftigen Kooperation“, sagte Würzner.

Transatlantische Verbindungen reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert

Auf Initiative des Oberbürgermeisters hat der Leiter des Kurpfälzischen Museums, Prof. Dr. Frieder Hepp, bereits ein Konzept für das Center entworfen. Er betont: „Wir wollen uns ganz ausdrücklich nicht nur mit der Nachkriegszeit beschäftigen.“

Denn die engen deutsch-amerikanischen Beziehungen und ihre Verknüpfungen nach Heidelberg reichen vielmehr bis ins 18. Jahrhundert zurück. So besucht zum Beispiel der spätere US-Präsident Thomas Jefferson im Jahr 1788 die Stadt am Neckar und schwärmt: „Nun verstehe ich, weshalb man Heidelberg auch die nördlichste Stadt Italiens nennt.

Kooperationen mit HCA und DAI

In dem Konzept für das „Mark Twain Center“ ist auch berücksichtigt, dass sich in Heidelberg bereits einige bedeutende Institutionen mit dem deutsch-amerikanischen Verhältnis und seiner Historie beschäftigen. 

Mit Prof. Dr. Detlef Junker, Gründungsdirektor des Heidelberg Center for American Studies (HCA), und Jakob Köllhofer, Direktor des Deutsch Amerikanischen Instituts (DAI), wurden erste Gespräche zu einer künftigen Kooperation geführt. Die Umsetzung des Konzepts soll in enger Abstimmung mit diesen Einrichtungen erfolgen.

Derzeit laufen an den in Frage kommenden Gebäuden Untersuchungen, um die bautechnischen Erfordernisse festzustellen. 

Ein erstes Konzept für das „Mark Twain Center“ wird den städtischen Gremien ab dem 21. April vorgestellt.

pm/lin

 

Quelle: Heidelberg24

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