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Prozessauftakt wegen Missbrauchs eines Kindes 

Eismann (64) soll Mädchen (11) sexuell belästigt haben!

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Heidelberg/Sinsheim – Eismann Giovanni C. (64) soll ein 11-jähriges Mädchen sexuell belästigt haben. Bereits der Prozessauftakt erweist sich als kompliziert – es steht Aussage gegen Aussage!

Am Montagmorgen gegen 9 Uhr muss sich der 64-jährige Giovanni C. vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. 

Der Vorwurf: Der Italiener – der beruflich als Eismann arbeitet – soll die damals 11-jährige Celine T. im Jahr 2013 auf einer Toilette hinter einer Eisdiele sexuell missbraucht haben. 

Er erzählt, dass er seit mehreren Jahren eine kleine Eisdiele in Sinsheim besitzt, die jedoch mittlerweile seine 25-jährige Tochter führt. 

Zum Vorwurf schweigt der Angeklagte keineswegs – ganz im Gegenteil: Er dementiert vehement! 

„Das stimmt alles nicht! Ich habe seit 30 Jahren mit Kindern zu tun. Ich weiß nicht, warum das Mädchen sowas behauptet“, so Giovanni C. entrüstet.

„Warum sollte ich das Mädchen anfassen?“, fragt er den Staatsanwalt. „Es gibt so viele Frauen, die man auch bezahlen kann, wenn man das Bedürfnis hat. Außerdem bin ich verheiratet...

Fast will man dem stämmigen, nur 1,65 Meter großen Italiener glauben. Doch gegen seine Aussage steht die Aussage der heute 13-jährigen Celine T. 

Ihre Mutter Jaqueline L. (35), die als Zeugin aussagt, berichtet über den Tag als sie von dem Vorfall erfahren hat: „Ich habe Celines Tagebuch gefunden als wir umgezogen sind. Eigentlich wollte ich nicht reinschauen, doch die Neugier hat mich gepackt.“ 

Ihre Tochter habe auf zwei Seiten über die Tat geschrieben. Zudem soll von mehreren Belästigungen und „perversen“ Blicken die Rede gewesen sein. 

Als sie ihre Tochter darauf angesprach, behauptete diese zunächst, alles erfunden zu haben. Doch ihre Mutter ließ nicht locker, bis sie ihr alles erzählte. Dem Mädchen soll es sehr peinlich und unangenehm gewesen sein. „Ich war so geschockt“, erzählt Jaqueline L. mit weinerlicher Stimme.

Aufgebracht sitzt Giovanni C. auf dem Anklagestuhl, schlägt immer wieder die Hände über dem Kopf zusammen. 

Die Anklage erfolgte erst ein Jahr später. Nach dem Vorfall soll Celine T. trotzdem weiterhin die Eisdiele besucht haben – es solle keiner mitbekommen. Sie habe Angst, dass sie „der Eismann“ aufsucht und erschießt. Er soll ihr mit den Worten „Du darfst Deinen Eltern nichts erzählen, sonst bekommst Du Ärger“ gedroht haben. 

Die Aussagen der Zeugen sind sehr schwammig. Niemand kann sich so richtig an die Tat erinnern – selbst die Geschädigte weist während ihres Verhörs im Jahr 2014 große Gedächtnislücken auf. 

Nächster Verhandlungstag am 21. Mai.

nis

Quelle: Heidelberg24

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