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Im ersten Halbjahr 2016 sind die Zahlen der Radunfälle im Pendlerverkehr weiter gesunken.

Aktion plus5 fruchtet

Statistik: Radunfälle in Heidelberg nehmen weiter ab!

Heidelberg - In einer Fahrrad-Stadt wie Heidelberg sind diese Zahlen besonders erfreulich: Es gibt immer weniger Radunfälle im Stadtgebiet. 

Gesamtunfälle

Die Radunfälle im Stadtgebiet Heidelberg haben im ersten Halbjahr 2016 wieder abgenommen. Insgesamt ereignen sich in diesem Zeitraum 137 Unfälle im Pendlerverkehr. Im Vorjahr verunfallten mit 162 Menschen, rund 15 Prozent mehr. 

Die Zahl der verunglückten Radfahrer sinkt um etwa 16 Prozent auf 112 Personen. Ein Radfahrer kommt bei einem schweren Unfall in Kirchheim ums Leben

Handbiker stirbt bei Unfall auf Feldweg

13 Radler werden schwer verletzt – eine Abnahme von 35 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der Leichtverletzten fällt auf 98. 2015 wurden 134 Radfahrer leicht verletzt.

>>> Fahrrad vs. Auto – hier kracht´s am häufigsten!

Radfahrer als Unfallverursacher

Nach einem deutlichen Rückgang in 2015 bleibt die Zahl im ersten Halbjahr 2016 fast auf dem gleichen Niveau. Bei den selbst durch Radfahrer verursachten Unfällen zählt die Polizei 26, im Gegensatz zu 25 im Vorjahr. Die Zahl der dabei Verunglückten steigt allerdings von 13 in 2015 auf 19 Menschen in diesem Jahr, darunter fünf Schwerverletzte. Die Zahl der Leichtverletzten fällt von 56 auf 47 – ein Rückgang von 16 Prozent.

Ursachen dieser Unfälle sind laut Polizei hauptsächlich Vorfahrtsverletzungen an Kreuzungen oder Ampeln, falsche Fahrbahnbenutzung, Fehler beim Abbiegen oder zu schnelles Fahren.

>>> Fahrradstudie 2015: Heidelberg radelt allen davon!

Autofahrer als Unfallverursacher

Erfreuliches Bild für die Polizei: Bisher ereignen sich dieses Jahr bisher nur 25 Unfälle zwischen Auto und Radfahrer – in 2015 waren es in dieser Zeit des Jahres bereits 44. Die Zahl der Verunglückten fällt auf 22, keiner wurde schwer verletzt.

Hier nennt die Polizei Fehler beim Abbiegen, Ein- und Aussteigen oder Einfahren in den fließenden Verkehr sowie Vorfahrtsverletzungen als Unfallursachen.

Aktion plus5

Der Halbjahresverlauf 2016 bestätigt den erstmals 2015 festgestellten Trend der verbesserten gegenseitigen Rücksichtnahme bei Rad- und Autofahrern. 

Das Aufklärungs- und Aktionsprogramm „plus5 – Minuten die schützen“, das vom Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mit der Stadt Heidelberg, der Universität Heidelberg und dem Uniklinikum ins Leben gerufen wurde, scheint zu fruchten.

Ziel der aktionplus5 ist es, die Unfälle bei Studenten und Berufspendlern zu senken. Deshalb erfolgt der Blick auf deren Altersgruppe in den Stoßverkehrszeiten von 7 bis 10 Uhr, 11 bis 14 Uhr und 16 bis 19 Uhr. In diesen Zeitfenstern ereignen sich 78 Radunfälle. Die Zahl der Verunglückten sinkt von 62 in 2015 auf 52 in diesem Jahr. Es werden fünf Radfahrer schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverletzten fällt auf 47.

Jahresschwerpunkt 2016 „Schulterblick“

Die Aktion plus5 gibt Tipps in Postkartenform, die sich dem Thema „Schulterblick“ und den Gefahren und Wechselwirkungen beim Abbiegen widmen. Diese werden in den Partnerbetrieben aber auch auf deren Parkplätzen verteilt.

Die Tipps auf den Aufklärungskarten wenden sich deshalb zunächst an den Autofahrer, den Schulterblick immer, aber besonders intensiv zu Stoßverkehrszeiten anzuwenden. Aber auch die Radfahrer dürfen nicht darauf vertrauen, dass sie vom Abbieger immer gesehen werden.

pol/kab

Quelle: Heidelberg24

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