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In einem Flur der Flüchtlingsunterkunft sollen die Männer versucht haben, mehrere Kartons und einen Wäscheständer anzuzünden.

Landgericht Heidelberg

Brandanschlag auf Unterkunft: Urteil am Montag

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Heidelberg-Pfaffengrund - Im Oktober 2015 legen zwei Männer in einem Flüchtlingsheim an mehreren Stellen Feuer. Einer der Angeklagten ist ein ehemaliger Bewohner. Nun verkündet das Landgericht das Urteil.

Mitten in der Nacht sollen ein Ex-Bewohner und sein Komplize in einer Flüchtlingsunterkunft in der Henkel-Teroson-Straße an mindestens vier Stellen Brände gelegt haben.

Versuchte schwere Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft

Nun will das Landgericht am Montag, 21. März, das Urteil über die 25 und 27 Jahre alten Männer fällen - ihnen droht eine mehrjährige Haftstrafe. Der Vorwurf: Versuchte gemeinschaftliche, besonders schwere Brandstiftung.

Das Duo war zur Tatzeit betrunken, nachdem sie gemeinsam mit anderen Freunden zwei Flaschen getrunken hatten. Durch den beherzten Einsatz von Bewohnern der Unterkunft wurden die Brände im Oktober frühzeitig erkannt, die Feuerwehr rasch alarmiert. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

Mehrere Bewohner verfolgten die beiden Tatverdächtigen, als sie ertappt wurden und flohen. Durch ihre Hinweise könnten die beiden Männer in der Nähe des Tatorts festgenommen werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die mehr als 100 Bewohner des Flüchtlingsheims in Lebensgefahr gebracht zu haben. Das Gericht muss nun unter anderem darüber befinden, ob das Duo nachweislich das Gebäude anzünden oder den Bewohnern nur einen Schrecken einjagen wollte.

Die Tat streiten die beiden Männer nicht ab, berufen sich aber nach Angaben eines Gerichtssprechers darauf, dass sie in der Nacht völlig betrunken waren. Der andere sagte aus, er habe bei den Taten nur daneben gestanden. Das Motiv der beiden bleibt unklar.

dpa/rob

Quelle: Heidelberg24

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