+
Am Landgericht wird ein Rentner wegen Waffenhandel verurteilt.

Urteil am Landgericht

Rentner (78) wegen Waffenhandel verurteilt 

Heidelberg - Im Prozess wegen Waffenhandels hat das Landgericht Heidelberg einen 78-jährigen Rentner verurteilt. Der Mann kommt mit einer Bewährungsstrafe davon.

Wegen illegalen  Waffenhandels hat das Landgericht Heidelberg einen 78-Jährigen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. 

Demnach hatte frühere Sportschütze 2012 von einem bereits verurteilten Waffenhändler aus Altlußheim im Rhein-Neckar-Kreis mehrere Revolver und Pistolen erhalten und diese illegal weiterverkauft. Der Angeklagte, der seinen Aussagen zufolge schon als Kind von Schusswaffen fasziniert war und diese auch sammelte, habe auf diese Weise zusätzliches Geld zu seiner schmalen Rente hinzuverdienen wollen. Die habe monatlich 300 Euro betragen. 

Die finanziellen Probleme hob der Vorsitzende Richter bei der Urteilsbegründung ebenso hervor wie eine günstige Sozialprognose des Angeklagten, gesundheitliche Probleme und sein hohes Alter. Entscheidend für die Bewährungsstrafe sei das umfassende Geständnis des betagten Rentners gewesen, der bisher keine Vorstrafen hatte. 

Der Mann, der in der Verhandlung klar und strukturiert wirkte, hatte insgesamt neun Monate lang in Untersuchungshaft gesessen. Während dieser Zeit hätten ihm psychische Probleme wie beispielsweise Panik-Attacken zugesetzt, wie der Rentner am ersten Prozesstag erklärt hatte. 

Dies habe dazu geführt, dass er im Januar 2015 kurz vor der Hauptverhandlung geflüchtet war: „Der Gedanke an eine neuerliche Haft war unerträglich“, sagte er. Bei seiner späteren Verhaftung im Juni 2016 habe er deswegen auch eine Schusswaffe getragen. Damit habe er sich im Falle einer Verhaftung erschießen wollen. 

Mit dem Urteil folgte das Gericht am Donnerstag dem Antrag der Verteidigung, die für eine Bewährungsstrafe plädiert hatte. Die Anklage hatte hingegen eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten gefordert. Die Staatsanwältin gab zu bedenken, der Angeklagte habe „eine gefährliche Affinität zu Waffen“ gepflegt. In seinem Schlusswort beteuerte der Rentner, er wolle künftig die Finger von den gefährlichen Sammlerobjekten lassen.

Bereits im Juli war am Heidelberger Landgericht ein Waffenhändler verurteilt worden. Der 32-Jährige hatte im Darknet gefährliche Schusswaffen gehandelt.  

dpa/rmx

Quelle: Heidelberg24

Impressionen vom Hotel zum Ritter St. Georg

Impressionen vom Hotel zum Ritter St. Georg

Volkswagen kracht in Straßenbahn!

Volkswagen kracht in Straßenbahn!

„Neckarglühen“ am Iqbal-Ufer

„Neckarglühen“ am Iqbal-Ufer

Kommentare