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Dieser freche Freund schleicht sich fast eine Woche lang immer in die Wohnung der Kirchheimer Familie.

‚Inflagranti‘ erwischt

Ungebetener Gast: Süßer Waschbär verputzt Snack-Vorräte!

Heidelberg-Kirchheim – Stell Dir vor, Du kommst morgens in die Küche, es sieht aus wie ein Schlachtfeld, aber niemand will es gewesen sein! Genau so ging es einem Kirchheimer Familienvater...

Pistazien, ja – Haribo-Bär, nein danke. 

Ob Hanuta, Schokoweihnachtsmänner, ein altes Lebkuchenherz, Popcorn oder Pistazien – dem ungebetenen Gast von Familie B. schmeckt eigentlich alles. Knapp eine Woche lang versucht die Familie unseres Lesers herauszufinden, was für ein hungriges Wesen da nachts in der Wohnung sein Unwesen treibt. Die Kinder können es nicht gewesen sein - Gummibärchen verschmäht der nächtliche Besucher nämlich.

Für ein Hanuta traut sich der Waschbär sogar an den Schulranzen des Sohnes.

Der Verdacht liegt schnell nahe, dass es sich um ein ganz schönschlaues Kerlchen handeln muss. Die Pistazien holt es aus einer verschlossenen Dose, das Hanuta wird aus der Schultasche des Sohnemanns gemopst und ein älteres Jahrmarkt-Lebkuchenherz holt der Mundräuber sogar von der Wand! Also scheint auch der Versuch, alle Lebensmittel sicher zu verstauen, keine Lösung zu sein.

‚Inflagranti‘ erwischt

Das Lebkuchenherz – mehr Deko als Süßigkeit –  mampft der freche Besucher fast ganz auf.

Der Familienvater nimmt die Sache schließlich in die Hand und will mit einer Wildtierkamera ‚(Infrarot-)Licht‘ ins Dunkel bringen. Lang muss er dann aber gar nicht auf seinen neuen Mitbewohner warten. Ganz ungeniert tapst schon am ersten Abend der Videoüberwachung ein Waschbär in die Wohnung. Und B. lässt es sich nicht nehmen, den frechen Kerl höchstpersönlich zu empfangen!

Als der Waschbär ihn in der dunklen Wohnung bemerkt, legt dieser allerdings sofort den Rückwärtsgang ein – „eilig hatte er es nicht“, er sei auch nicht „panisch vor mir davon gerannt“, berichtet B.

Damit die Familie ihre Naschereien nicht weiter mit dem Waschbär teilen muss, hat Marco B. jetzt die Katzenluke im Keller verkleinert – „Vielleicht hat ihn meine Anwesenheit aber auch einfach nachhaltig entsetzt.“

Sein Fazit„Glücklicherweise ein sowohl freundlicher, wie sauberer Hausgenosse: für tierische Verhältnisse hinterließ er den Tatort stets sehr sauber, und stubenrein scheint er obendrein zu sein.“

Auch die Tierrettung Rhein-Neckar hat öfter mit Waschbären in Heidelberg zu tun. Erst kürzlich hätten sie eine ganze Familie aus einer Schule in Wieblingen geholt, berichtet ein Sprecher. „Waschbären sind Allesfresser“, deswegen überrascht es ihn nicht, dass sich der Waschbär an den Nasch-Vorräten der Kirchheimer zu Schaffen gemacht hatte.

Wer auch mal einen Waschbär entdeckt, der sich in einer Notlage befindet oder Orte aufsucht, an denen er eigentlich nichts zu suchen hat, sollte sich direkt an die Tierrettung (Tel: 06359 - 948 95 03) wenden. Zurzeit gebe es bereits einige Exemplare in der näheren Umgebung von Heidelberg. Langfristig will die Tierrettung die Population aber in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg besser im Blick haben und vor Wilderei schützen.

sag

Quelle: Heidelberg24

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