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„Bei uns gibt‘s keine Pommes“

Vereinsgaststätte ja, Fritteuse nein!

Heidelberg-Handschuhsheim – Über ein Jahr musste der TSV Handschuhsheim ohne Vereinsgaststätte auskommen. Doch jetzt weht frischer Wind, denn Marco Panzini und Jisela Kostanzer haben viel vor...

Über ein Jahr stand die Vereinsgaststätte des TSV Handschuhsheim leer. Im Zuge der Neuausrichtung des Vereins war man sich lange nicht sicher, wer den ‚Hemdsemer Löb‘ weiterführen würde und wie. 

Jetzt haben sich zwei echte ‚Originale‘ gefunden, die mit einem für eine Vereinsgaststätte doch eher untypischen Konzept für frischen Wind sorgen werden. 

Marco Panzini, ohne jeden Zweifel einer der lustigsten Menschen, der in dieser schönen Stadt sein Unwesen treibt, und die nicht minder originelle Köchin Jisela Kostanzer haben sich nicht gesucht – aber gefunden. 

Jisela, die mit ihrem Restaurant ‚Diebsweg‘ in der Stadt bereits für Furore gesorgt hat, und Marco, der die Heidelberger im ‚Joe Molese‘ mit sensationellen Burgern versorgt, haben nicht eine Sekunde gezögert, als den beiden die Location angeboten wurde. 

„Da wir beide ja augenscheinlich auch sehr sportlich sind, kamen wir sofort ins Spiel“, sagt Marco und grinst dabei breit. „Ich war einige Male bei Jisela im Diebsweg essen und beim zweiten Mal wusste ich: Wir müssen etwas zusammen machen!“ 

‚Hendsemer Löb‘ macht wieder auf! 

Wir haben uns schon vor Eröffnung im ‚Hendsemer Löb‘ umgesehen und stellen fest: sehr stylish ist das Restaurant nicht! Und das auch ganz bewusst! „Bei uns soll es nicht um Style und Schnickschnack gehen, sondern nur um Qualität und Geschmack! Hochwertig, frisch und unprätentiös!“

Wer jetzt denkt, dass ein Italiener und eine Halb-Mexikanerin jetzt mit einem exotischen Konzept um die Ecke kommen, liegt komplett daneben! Gutbürgerlich soll es werden! Und das auf verdammt hohem Niveau: Das hochwertige Gemüse wird ausschließlich von den ‚Hendsemer‘ Bauern geliefert, alle Weine kommen aus einem Radius von 70 Kilometern, und alles wird frisch zubereitet. 

Tiefkühltruhe & Fritteuse: Fehlanzeige! 

Und das meinen die beiden ernst – in der Küche steht tatsächlich keine Tiefkühltruhe! Und auch ein anderes in Restaurant-Küchen gängiges Utensil suchen wir vergeblich: eine Friteuse gibt es auch nicht! „Pommes? Wird es bei uns nicht geben“, sind sich die beiden einig. 

Auf der Basis-Karte finden sich dann Klassiker wie Saumagen und Leberknödel und die (saisonal) wechselnde Wochenkarte ist für Überraschungen gut. Jisela, die schon weltweit gekocht hat, freut sich: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich auch Dinge wie Kabeljau mit Pumpernickel und Blutkruste spannend finde!“

Das hört sich in der Tat spannend an! 

Unterstützt von Bruno Rodriguez Derjekere, einem eigens eingeflogenen, befreundeten Koch aus Mexico und Ingo Schuster, der sich um die Gäste kümmern wird, startet das Duo mit einem Konzept, das wir im Auge behalten werden. 

Wer Marco kennt, weiß, dass er gerne mal rauschende, wilde Feste feiert. Im April schmiss der wohl kurpfälzischste Italiener, den man sich vorstellen kann, eine Riesen-Party im Karlstorbahnhof, um das 4. Jubiläum vom ‚Joe Molese‘ gebührend zu feiern. Bevor aber im ‚Hendsemer Löb‘ wild gefeiert wird, gibt es erst mal ein kleines, leises ‚Soft-Opening‘. 

Wer kommt, der kommt! Und zwar heute Abend! 

Hendsemer Löb, Tiergartenstraße 126, Sportzentrum Nord

Woher kommt der Name ‚Hendsemer Löb‘? 

Als Hendesse noch ein reines Bauerndorf war, erzählte man sich diese Geschichte: Die Bauern hörten eines Tages auf ihren Feldern ein bedrohliches Geräusch, das wie das Brüllen eines Löwen klang. Das konnte nur eine aus dem Heidelberger Tiergarten entwichene Raubkatze sein. Die Bauern zogen daraufhin mit Dreschflegeln und Sensen bewaffnet aus, den gefährliche Löwen zu fangen. Doch  das vermeintliche Löwengebrüll entpuppte sich als das Signal des ersten Dampfschleppers (1878) auf dem Neckar, der mit seinem Schiffshorn die freudige Begrüßung der staunenden Anwohner erwiderte. Die Bewohner Handschuhsheims tragen seither den Namen ‚die Löwen‘. 

kh

Quelle: Heidelberg24

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