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Das Urteil vor dem Landgericht ist gefallen. 

Angriff aus Eifersucht

Versuchter Totschlag: 4,5 Jahre für Dennis W. (20)!

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Heidelberg-Bergheim - Nach zwei Verhandlungstagen fällt das Urteil: Der 20-jährige Dennis W. wird zu 4,5 Jahren Haft verurteilt. Er soll versucht haben seinen Mitbewohner zu töten...

Dennis W. wirkt überraschend entspannt, als er den Gerichtssaal betritt. Trotz des Urteils, das heute zu erwarten ist, wirkt er gut aufgelegt. 

Die Plädoyers:

Der Staatsanwalt geht davon aus, dass es an der Tötungsabsicht keine Zweifel gibt. Er hatte eine Jugendstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten gefordert. Der Anwalt des Angeklagten gab dagegen zu bedenken, dass der junge Mann während seiner Haftzeit die Möglichkeit wahrnehmen sollte, seine schulischen Kenntnisse aufzubessern und eine Ausbildung zu beginnen. Im Anschluss daran sollte es ihm jedoch auch ermöglicht werden, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Er hatte auf ein geringeres Strafmaß gehofft. 

Das Urteil:

Der 20-jährige Dennis W. wird zu 4,5 Jahren nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das Gericht geht von einem versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung aus – Das Gericht hat keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten. 

Zudem wird auf die Schwere der Tat hingewiesen: Das Gericht geht davon aus, dass es alleine dem mutigen Eingreifen eines zufälligen Zeugens zu verdanken ist, dass das Opfer Thomas B. noch am Leben ist.

Als Begrünung für das Urteil gibt das Gericht weiterhin an, dass der Erziehungsbedarf bei dem jungen Angeklagten sehr hoch sei – Dennis W. selbst nickt sichtbar und sieht offenbar ein, dass er Hilfe und eine richtige Betreuung benötigt. Ansonsten verhält sich der mutmaßliche Täter ruhig und will auch nach dem Urteil keine Erklärung abgeben. 

Das soll passiert sein:

Dennis W. soll in der Nacht zum 21. April, gegen 2 Uhr morgens, auf seinen Mitbewohner in einer Obdachlosenunterkunft losgegangen sein.

Das Opfer soll gerade geschlafen haben – plötzlich steht der mutmaßliche Täter vor ihm, leuchtet mit einer Taschenlampe auf ein Messer und sticht schließlich zu.

Thomas B. wird in den Bauch getroffen, die Wunde ist etwa drei Zentimeter lang und zwei bis drei Zentimeter tief. Glücklicherweise werden keine Organe verletzt, der Stich ist nicht lebensgefährlich.

Nach diesem Vorfall lässt der Täter zunächst von seinem Opfer ab. Als Thomas B. jedoch in Todesangst das gemeinsame Zimmer fluchtartig verlässt, soll ihm der Angreifer gefolgt sein – noch immer bewaffnet.

Als Thomas B. stürzt, soll sich der der Bewaffnete über ihn gestellt und gedroht haben, erneut zuzustechen. Alleine das Eingreifen eines Zeugen kann die Situation entschärfen. Der Täter flüchtet.

>>> Versuchter Totschlag – Angriff aus Eifersucht?

>>> Versuchter Totschlag: 5,5 Jahre für Dennis W. (20)?

mk

Quelle: Heidelberg24

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