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Lisa Nürnberger ist extra aus dem Taunus angereist - doch der lange Weg hat sich gelohnt! Am Ende darf sie sich über eine Zusage freuen.

Über den Wolken...

Flugbegleiter-Casting der Lufthansa im Marriott-Hotel

Heidelberg-Bergheim - Am Samstag hat die Lufthansa zum großen Flugbegleiter-Casting im Marriott-Hotel geladen. Das große Ziel der zahlreichen Bewerber: ein Ticket der besonderen Art!

Flugbegleiter – für viele DER Traumberuf. Schließlich sind es die Flugbegleiter, die den Airlines ein Gesicht geben, den Flug für die Passagiere so angenehm wie möglich machen. Ganz nebenbei noch um die Welt jetten und fremde Länder kennenlernen – heute hier, morgen da. Immer im schicken Anzug oder Kostüm – einfach faszinierend!

Fotos: Flugbegleiter-Casting der Lufthansa im Marriott-Hotel

Bei der Lufthansa – intern auch „die Passage“ genannt – gibt es etwa 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, in der Lufthansa-Group sind es insgesamt etwa 27.500. 

1.400 Neue sollen in diesem Jahr bei der „Passage“ eingestellt werden, 2.800 in der Gruppe. Und die findet die Lufthansa an Casting-Tagen, wie zuletzt am Samstag im Marriott-Hotel in Heidelberg.

Die Plakate waren in den vergangenen Wochen in Heidelberg und Umgebung kaum zu übersehen – der Andrang war enorm: Um kurz nach 10 Uhr waren schon etwa 120 junge Damen und Herren registriert, um die 20 hatten das Auswahlverfahren schon bestanden. 

Wir haben alle Hände voll zu tun“, sagt Klaus Jacobsen, der Organisator des Castings, angenehm überrascht über die starke Nachfrage. Aber er und seine Kollegen haben alles im Griff, das Casting läuft wie am Schnürchen. Wen wundert's! Die Lufthansa hat täglich größere Herausforderungen zu meistern.

Lisa Nürnberger ist extra aus Hofheim im Taunus angereist. Nach dem Check-in, bei dem ihr der Ablauf des Tages grob erklärt wird, muss die 21-jährige Ökotrophologie-Studentin im ersten Schritt ein paar persönliche Angaben machen: Welche Schulausbildung hat sie? Wie ist ihre Sehschärfe (Muss zwischen -5 und +5 Dioptrien liegen)? Liegt ein Reisepass ohne Einschränkungen vor?

Dann geht's auch schon zum ersten Interview – natürlich auf Englisch. „How did you find out about the Casting“, fragt die psychologische Beraterin Gudrun Danker. In feinstem Englisch erzählt Lisa, dass eine Freundin, die schon seit einiger Zeit fliegt, ihr den Tipp gegeben hat. Erfahrungen als Servicekraft konnte sie schon in der Gastronomie machen. Passt ja!

Auch sonst weiß Lisa, dass eine Arbeit als Flugbegleiterin mehr verlangt, als freundlich lächelnd einen Trolley durch den Flieger zu schieben. „Ich war ja so aufgeregt und hätte noch so viele Sachen sagen wollen“, sagt sie nach dem Interview. Gudrun Danker fand's gut und Lisa wird etwas später zum zweiten Interview aufgerufen.

Gudrun Danker ist mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden: „Ich habe bis jetzt sehr viele positive Gespräche gehabt.“ Ein Guter Tag also für die Lufthansa. Kurz nach Zwölf meldet Klaus Jacobsen: „Wir haben jetzt etwa 250 Bewerber, und mehr Zusagen als Absagen.

Natürlich sind auch Flugbegleiter im Warteraum – die Damen nicht zu übersehen in den historischen Kostümen, die Herren etwas dezenter in der aktuellen Uniform – und stehen den Kandidaten hilfreich zur Seite, beantworten Fragen.

David McGraw erzählt gerne von Seinem Traumberuf: „Ich bin damals direkt nach dem Abitur zur Lufthansa gekommen.“ Mit strahlenden Augen sagt er stolz: „Damals war ich der jüngste Erste-Klasse-Begleiter.“ Parallel dazu hat er noch eine Ausbildung zum Lufverkehrskaufmann gemacht, als zweites Standbein. Mit 25 wurde er dann Purser – Kabinenchef – als einer der jüngsten bei der Lufthansa. An der Uniform erkennt man den Purser an den zwei goldenen Streifen am Arm.

Lisa hat inzwischen ihr zweites Gespräch gehabt und wartet darauf, ein letztes Mal aufgerufen zu werden. Bange Minuten. Klappt's oder klappt's nicht? 

Der Aufruf mit dem Megafon ist zwar etwas undeutlich aber Lisa ist dabei. Strahlend kommt Sie wieder und hält ihr „Ticket“ in der Hand auf dem „Herzlichen Glückwunsch“ steht. Das gleiche Ticket halten auch Nicola Voigt und Julian Hunstein aus Heidelberg in der Hand. Dass Mutter uns Sohn gleichzeitig das Flugbegleiter-Casting bestehen, kommt wohl nicht alle Tage vor. 

Und wie kommt es, dass sich Mutter und Sohn gleichzeitig bewerben? Ganz einfach: „Ich bin früher schon geflogen, mein Sohn hat es quasi mit der Muttermilch aufgesogen, da war es einfach nur eine Frage der Zeit, dass wir uns bewerben.

chr

Quelle: Heidelberg24

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