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Blumen und Kerzen an der Unglücksstelle vor der Grundschule. (Archiv)

Ben (†9) vor Schule überfahren

1.350 Euro Geldstrafe! Urteil für Unglücksfahrer (56)

Heidelberg – Ein Unfall schockte die ganze Stadt: Ein neunjähriger Junge wird vor seiner Grundschule totgefahren! Ein halbes Jahr danach steht der Fahrer (56) vor Gericht. Das Urteil:

Weil ein Sprinter-Fahrer am 15. Januar 2016 in der Spielstraße vor der Friedrich-Ebert-Grundschule zu schnell unterwegs ist, musste Schüler Ben (9) sterben (WIR BERICHTETEN).

Denn anstatt sich in der Theaterstraße an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (maximal sieben Stundenkilometer) zu halten, ist der 56-jährige laut Gutachter mit Tempo 20 unterwegs.

Am Donnerstag, ein halbes Jahr nach dem schrecklichen Drama, muss er sich dafür wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Heidelberg verantworten.

Das Urteil: Das Amtsgericht hat keinerlei Zweifel an der Schuld des Angeklagten, verurteilt ihn zu einer 1.350 Euro Geldstrafe!

Laut SWR-Angaben gab der Unglücksfahrer vor Gericht zu, zu schnell unterwegs gewesen zu sein und das Kind nicht gesehen zu haben.


Rückblick

Der kleine Ben kommt nach Schulschluss aus der Hofeinfahrt, will die Straße zum gegenüberliegenden Spielplatz überqueren. Da kommt der in Richtung Plöck fahrende Lieferwagen, erfasst und überrollt den Jungen. Er erliegt noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Mitschüler und Eltern halten Mahnwache vor Grundschule!

Nach massiven Protesten von Eltern, Mitschülern und besorgten Bürgern montierte die Stadt zwei schwarz-gelbe Bodenschwellen, um Autofahrer zu bremsen (WIR BERICHTETEN). Denn dies war trotz der beiden Hinweisschilder „Achtung Kinder“ und „Schrittgeschwindigkeit beachten“ leider dringend notwendig – selbst in einer verkehrsberuhigten Zone. 

Stadt montiert Bremsschwellen in Theaterstraße!

Rund zwei Wochen nach dem Unfall versammelten sich rund 200 Teilnehmern zu einer einstündigen Demo vorm Rathaus – ein stiller Protest gegen die städtische Verkehrspolitik.

Den Protestierenden ging es jedoch nicht nur um mehr Sicherheit in der Theaterstraße, sondern sie wiesen auch auf die erhöhte ‚Gefahrenlage‘ in Bienenstraße, Hauptstraße, Blumenstraße, Franz-Knauff-Straße, Kleingemünder Straße, Unterer Fauler Pelz, Oberer Fauler Pelz und vielen anderen Straßen.

Gegen Verkehrspolitik: Stiller Protest vorm Rathaus

>>> Schüler Ben (†9): Unglücksfahrer (56) angeklagt!

>>> Gegen Verkehrspolitik! 200 Demonstranten vor Rathaus

>>> Vor Grundschule: Stadt montiert Bremsschwellen!

>>> Vor seiner Grundschule: Mahnwache für toten Ben (†9)

>>> Tödlicher Unfall: Junge (9) von Transporter erfasst!

pek

Quelle: Heidelberg24

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