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Kwame im Spiel mit seinem Vater Bobo.

Abschied vom Zoo Heidelberg

Gorilla-Junge Kwame geht auf Reisen!

Heidelberg – Im Juni 2011 kam der Gorillajunge Kwame in Zoo Heidelberg zur Welt. Nun beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt – er geht auf Reisen. Aber ist er dafür noch nicht zu jung? 

Für den Gorillajungen Kwame beginnt nächste Woche ein neuer Lebensabschnitt: Er wird an die Ostseeküste in den Zoo Rostock ziehen. Wer sich „persönlich“ noch von dem kleinen Flachlandgorilla in Heidelberg verabschieden möchte, kann dies noch an diesem Wochenende tun.

Kwame im Arm seiner Mutter N‘Gambe.

Kwame wurde im Juni 2011 im Zoo Heidelberg geboren. Seine Eltern sind der stattliche Silberrücken Bobo und das Gorillaweibchen N’Gambe, die 2010 aus dem Kölner Zoo in die Heidelberger Gorillagruppe kam. Für N’Gambe war Kwame das erste Kind. Trotz fehlender Erfahrung machte sie alles richtig. Sie kümmerte sich gut um den kleinen Kwame, sodass er seine ersten fünf Lebensjahre gemeinsam mit seinen Eltern und zwei weiteren Gorillaweibchen in Heidelberg verbringen durfte.

Ist Kwame für eine Trennung nicht noch zu jung? 

Bis zu einem Alter von etwa 7 bis 10 Jahren können junge, männliche Gorillas in ihrer Geburtsgruppe verbleiben. Danach kann es passieren, dass sie dem alten Silberrücken Konkurrenz machen und sich mit den weiblichen Verwandten verpaaren. Gemeinsam mit den Zuchtbuchführern wurde daher rechtzeitig nach einem Platz in einem anderen Zoo gesucht.

Obwohl Kwame noch ein paar Jahre in Heidelberg bleiben könnte, freut sich der Zoo für den kleinen Gorillajungen, dass nun in Rostock ein geeigneter Platz gefunden wurde. Kwame ist inzwischen von seiner Mutter komplett unabhängig, sodass ein Umzug in eine neue Gruppe möglich ist.

Kwame soll später in Rostock für Nachwuchs sorgen 

Im Zoo Rostock erwartet Kwame eine Gorillagruppe, die aus einem schon betagten 43-jährigen Silberrücken und drei jüngeren Weibchen im Alter von 8 bis 15 Jahren besteht. Derzeit züchtet die Gruppe nicht, doch das soll sich in einigen Jahren ändern, wenn Kwame geschlechtsreif ist. Dann soll er dort als Silberrücken die Gruppe leiten und für Nachwuchs sorgen.

So groß ist Kwame mittlerweile schon.

Bereits vor einiger Zeit reiste ein Tierpfleger aus Kwames zukünftigem Zuhause nach Heidelberg, um ihn kennenzulernen. Die Heidelberger Tierpfleger konnten sich ebenfalls bereits vorab in Rostock ein Bild von der Gorillagruppe und der Anlage machen. Um den Transport für Kwame so entspannt wie möglich zu gestalten, gewöhnen die Pfleger ihn schon seit einiger Zeit an die Transportkiste. 

Das Training für den Transport 

Das Training verläuft gut: Mittlerweile geht er zuverlässig in die Kiste hinein und bleibt dort. Das ist für den späteren Transport wichtig, um Stress und eine unter Umständen notwendige Narkose oder Sedierung zu vermeiden. Zwei der ihm vertrauten Tierpfleger aus Heidelberg werden ihn auf seiner Reise begleiten und während der Eingewöhnungsphase die ersten Tage in Rostock bleiben.

Der Abschied von Kwame

Für die Besucher im Zoo Heidelberg beginnt am Wochenende der Abschied von Kwame, dem quirligen Gorillajungen, bevor er sich in der nächsten Woche auf die Reise in sein neues Zuhause nach Rostock begeben wird. Dort werden wir bald gespannt seine weitere Entwicklung beobachten können. Wir wünschen dem kleinen Gorillajungen nächste Woche eine entspannte Reise und alles Gute.

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Zoo Heidelberg/kp

Quelle: Heidelberg24

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